Warum zerfetzen manche Hunde gerne Papier?

Warum zerreißen manche Hunde gern PapierHört sich das bekannt an? Man lässt den Hund alleine zu Hause und wenn man zurück kommt, liegt der spannende Roman, den man gerade liest, in tausend Stücken auf dem Teppich verteilt. Oder es kam zum wiederholten Male ein Anruf von der Schule, wenn der Sohn dort gesagt hat, der Hund habe seine Hausaufgaben gegessen. Er hat nicht gelogen. Und dann ist die frische Rolle Toilettenpapier plötzlich leer, dafür ziehen sich lange Luftschlangen aus abgewickeltem Papier bis in den Flur…

Schreddern ist ihr Leben

Einige Rassen tun es lieber als andere. Zu den besonders aktiven Papier-Liebhabern gehören Boxer, Cairn Terrier, Malteser und Golden Retriever. Das Zerfleddern von Papier scheint eine nervige, aber harmlose Angewohnheit aus früher Vorzeit zu sein, doch so ganz harmlos ist das nicht. Hunde, die Papier essen, können Verdauungsprobleme bekommen, da die Verdauungssäfte Zellulosefasern nicht auflösen können.
Eine große Menge verschluckten Papiers kann sogar einen Darmverschluss verursachen! Im Hinblick auf die Gesundheit des Hundes ist es wichtig, diese Angewohnheit in den Griff zu bekommen.


Woher kommt diese Angewohnheit?

Viele Hunde lieben es, Dinge in ihre Einzelteile zu zerlegen. Papier zu schreddern bringt besonders viel Spaß und ist prima geeignet, überschüssige Energie abzubauen. Einige Hunde genießen einfach, ihre Zähne einzusetzen und ein Objekt zu bearbeiten, genau wie es die wilden Vorfahren bei der Jagd auf Beutetiere taten. Andere Hunde wiederum schroten Papier aus Langeweile. In Stresszuständen oder wenn sie sich fürchten, fungiert das Papierzerreißen als Übersprungshandlung, vergleichbar mit menschlichem Nägelkauen.

Alternativen anbieten

Um den Hund vom Schreddern abzubringen, vermeidet man in der Wohnung herumliegendes Papier wie Zeitschriften, Arbeitsunterlagen oder Schulhefte und -bücher. Stattdessen sollte der Halter seinem Tier eine sinnvolle und ebenso interessante Alternative anbieten, die nach Herzenslust mit den Zähnen bearbeitet werden kann. Kauknochen aus Rinderhaut bieten sich an, da es einige Zeit in Anspruch nimmt, bis diese aufgenagt sind. Auch hohle Spielzeuge aus Hartgummi sind sehr gut geeignet für Mund-bezogene Hunde. Ein mit Hundeleberwurst, Schmelzkäse oder Erdnusscreme gefüllter Kong bietet lange Zeit Beschäftigung und der Hund wird eine Menge Energie und Köpfchen aufwenden, um das Lecklerli restlos herauszuschlecken. Snackbälle mit Trockenfutter sorgen zusätzlich für Bewegung und ein Klappergeräusch. Abwechslung kann man auch bei der normalen Fütterung bieten: Heimtiermärkte verkaufen ganze Pansen am Stück aus der Tiefkühltruhe.
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