Beruhigung bei Angst für Hunde

AngsthundManche Hunde erscheinen furchtlos, andere wiederum haben Angst vor alles und jedem. Angstverhalten ist sehr individuell, genauso wie die Maßnahmen, die dagegenwirken sollen. Um dem Hund in einer Angstsituation helfen zu können, muss man dieses Verhalten zunächst einmal verstehen. Ebenso sollte die Körpersprache des Hundes genau beobachtet werden, um dem individuellen Verhaltensmuster „Angst“ entgegenwirken zu können. Dass manche Hunde vor ganz speziellen, mitunter objektiv betrachteten banalen Dingen Angst haben, liegt daran, dass auch Angst ein Lernprozess ist. Ein Lernprozess, den die Menschen positiv sowie negativ beeinflussen und steuern können.

Biologischer Hintergrund von Angstverhalten bei Hunden

Angst ist eine Reaktion des vegetativen Nervensystems, welches unwillkürliche Handlungen steuert. Diese Reaktion kann auch als körpereigenes Alarmsystem bezeichnet werden, welches den Hund in die Lage versetzt, aufgrund einer akuten Bedrohung schnell handeln zu können. Dabei können Kampf-, Flucht- oder Lähmungsreaktionen hervorgerufen werden. In jeder Angstsituation durchlebt der Hund also diese Kampf-Flucht-Abfolge, wobei der Hund zuerst versuchen wird, vor dem bedrohlichen Objekt oder aus der angstauslösenden Situation zu fliehen, doch wenn das nicht gelingt, macht er sich kampfbereit. In welchen Situationen und mit welchen Verhaltensweisen sich die Angst äußert, ist sehr individuell.

Ursachen von Angstverhalten

Obwohl Angst ein sehr individuelles Phänomen ist, gibt es ein paar Situationen bzw. Ursachen, die für einen Großteil der Hunde die Angst auslösen oder gar verstärken können.

Krankheit/Verletzung
Ein kranker oder verletzter Hund ist womöglich nicht mehr in der Lage zu fliehen, geschweige denn zu kämpfen. Dies kann die Angst in der Situation zusätzlich verstärken.

Altersbedingte Veränderung im zentralen Nervensystem
Wird der Hund älter, können sich Veränderungen im zentralen Nervensystem bemerkbar machen. Häufig bedingt durch Abbauprozesse. Daher können ältere Hunde plötzlich Ängste und sogar Phobien entwickeln.

Isolation/Misshandlung
Soziale Isolation und körperliche Misshandlungen hinterlassen einen starken Eindruck in der Psyche des Hundes. Auch die Persönlichkeit des Hundes und sein Vertrauen in Menschen ist meist nachhaltig beeinflusst. Besonders bei Welpen, die jünger als 14 Wochen alt sind, haben solche Missstände fatale Folgen. Diese Hunde sind häufig nervös, schreckhaft und ängstlich. Teils können sogar Panikattacken das Tier heimsuchen.

Traumata
Traumatische Erlebnisse haben genauso einen Einfluss auf die Hundepsyche. Dabei gibt es ein großes Spektrum an Erlebnissen, die ein Trauma hervorrufen können. Nicht jeder Hund reagiert gleich auf diese Situationen. Eine relativ häufige Situation als Beispiel: Besitzt man zwei Hunde und einer stirbt, ist dies nicht nur für uns Menschen traurig. Hunde trauern auch. Ebenso trauern Hunde, wenn der Besitzer verstirbt oder der Hund in einem Tierheim abgegeben wird.

Symptome bei Angst

Wenn sich Hunde in einer angstauslösenden Situation befinden, kann man dies ziemlich eindeutig an der Körpersprache des Tieres erkennen. Schon kleinste, vom Hund als ungeheuer empfundene Ereignisse rufen meist das Herunterhängen oder Einklemmen der Rute sowie Fluchtverhalten hervor. Manche Hunde schütteln sich auch oder verlieren ihre Energie, sodass sie wie paralysiert stehen bleiben. Je nach Persönlichkeit und Stress-Typ werden Hunde bei Angst entweder apathisch oder hyperaktiv. Jegliche Angstreaktionen können auch mit Winseln, Jaulen oder Bellen einhergehen. Wenn der Hund die Anspannung nicht los wird, da die Angstsituation andauert, reagieren manche Hunde mit sogenannten Übersprungshandlungen. Diese Übersprungshandlungen können ganz unterschiedlich aussehen. Der eine Hund kratzt sich andauernd, der nächste gähnt. Einer kaut sich auf den Pfoten herum, während ein anderer rastlos in der Gegend herumläuft. Auch Zerstörungswut kann eine Begleiterscheinung von Angstverhalten sein. In extremen Angstsituationen reagieren Hunde auch mit Durchfall oder Harninkontinenz.


Angst als Lernprozess

Doch wieso haben Hunde in bestimmten Situationen Angst? Und wieso unterscheiden sich diese Situationen von Hund zu Hund? Das liegt daran, dass auch Angst das Ergebnis eines Lernprozesses ist. Dieser Lernprozess ist lebenswichtig für Hunde, ist aber leider auch sehr anfällig für „Störungen“. In der Psychologie wird diese Art des Lernens auch als klassische Konditionierung bezeichnet.

Ablauf klassische Konditionierung
1. Präsentation des Reizes (Futter) –> Natürlicher Reflex (Speicheln)
2. Präsentation des neuen Reizes (Ton) –> keine Reaktion
3. Gemeinsame Präsentation von Futter und Ton –> Speicheln
4. Mehrere Wiederholungen
5. Präsentation der konditionierten Reizes (Ton) –> Konditionierte Reaktion (Speicheln)
Diese Theorie geht zurück auf Iwan Pawlow und ist bis heute anerkannt. Im Endeffekt geht es bei der klassischen Konditionierung darum, ein bestimmtes Reiz-Reaktions-Muster zu etablieren. Pawlow selbst untersuchte diesen Lernprozess mit einem Hund – besser bekannt als der Pawlowsche Hund: Der Hund bekam Futter hingestellt und begann zu speicheln. Dies ist ein angeborenes Reiz-Reaktions-Muster, welches Pawlow verändern wollte. Deshalb ertönte nun immer ein Glöckchen, wenn das Futter bereitgestellt wurde. Mit der Zeit wurde der Reiz „Futter“, welches zum Speicheln führte, von dem Reiz „Glöckchen“ abgelöst. Der Hund hatte ein neues Reiz-Reaktions-Muster gelernt und speichelte nun bereits, wenn nur das Glöckchen ertönte, ohne dass überhaupt Futter angeboten wurde. Nach diesem Prinzip erlernen Hunde auch jegliche Kommandos wie Sitz, Platz oder Bleib.

Bezogen auf Angstsituationen bedeutet dies nun, dass ein Hund in einer bestimmten Situation ein negatives, quälendes Gefühl hatte, weshalb er die Situation mit „Angst“ verbindet. Diese Verknüpfung kann übrigens sehr schnell geschehen, da negative Gefühle und Reaktionen die Psyche stärker und damit nachhaltiger beeinflussen als Positive. Ist diese Verknüpfung erfolgt, wird der Hund immer in dieser oder ähnlichen Situationen die Kampf-Flucht-Abfolge zeigen, welche durch die empfundene Angst ausgelöst wird, auch wenn die Situation objektiv nicht bedrohlich ist.
Grundsätzlich ist Angst ein wichtiges Verhaltensprogramm bei Hunden, doch es kann auch zu Fehlverknüpfungen kommen. Fehlverknüpfung bedeutet, dass der Hund Angst vor etwas hat, was ihm nie unmittelbar Angst bereitet hat. Ein Beispiel: Der Hund bekommt einen elektrischen Schlag eines Elektrozauns. Während dieser Situation war die Aufmerksamkeit des Pferdes, welches auf der Weide stand, auf den Hund gerichtet. Anschließend fürchten sich viele Hunde vor dem Pferd und nicht vor dem Zaun. Hier läge eine typische Fehlverknüpfung vor.

Verstärkung der Angst durch Fehlverhalten des Halters

Als Halter möchte man seinem Hund natürlich in einer akuten Angstsituation schnellstmöglich helfen. Doch dabei passiert es leider häufig, dass das Angstverhalten ungewollt weiter verstärkt wird. Häufig reden wir Menschen dem Hund bei Angst gut zu. Wir denken, das wirke beruhigend auf den Hund. Manch einer versucht auch den Hund mit Futter abzulenken. Doch genau dies sind die falschen Verhaltensweisen während sich der Hund in einer Angstsituation befindet! Zuneigung und Futterbelohnung werden auch bei dem Erlernen von Kommandos eingesetzt – zu Recht! Durch diese positive Verstärkung zeigt der Hund das gewünschte Verhalten öfter. Deshalb ist es auch ganz klar, dass der Hund sein Angstverhalten häufiger und intensiver zeigen wird, wenn der Mensch es vorher mit Zuneigung oder Futter unbewusst belohnt hat.
Häufig können Hunde in Angstsituationen der Zuneigung des Halters überhaupt nicht gerecht werden. Das Tier ist regelrecht hin und her gerissen, da es einerseits flüchten möchte und andererseits aber seinem Herrchen oder Frauchen gefallen möchte. Daher setzt man mit diesem Verhalten seinen Hund nur noch mehr unter Druck, was wiederum die Angst verstärken kann. Auch falsch ist es, zu versuchen, den Hund selbst zu therapieren. Nach dem Motto: „Das muss es nur oft genug durchgemacht haben. Das härtet ab.“. Womöglich mag dies bei dem einen oder anderen Hund funktionieren, da aber Angst etwas sehr Individuelles ist, kann man so definitiv nicht bei jedem Hund vorgehen. Zwar ist die Konfrontation eine anerkannte Therapieform, doch die Dosis muss stimmen und gerade da liegt häufig der Fehler. Denn meistens wird der Hund zu schnell einem zu großen Reiz ausgesetzt. Das schrittweise Heranführen an die bedrohliche Situation ist wichtig. Zu jeder Zeit sollte der Hund genau beobachtet werden. Seine Körpersignale geben Hinweise darauf, ob er die Situation aushält oder nicht. Dieser Prozess ist sehr langwierig und kompliziert, weshalb er niemals ohne professionelle Anleitung durch einen Hundetrainier erfolgen sollte.

Der Hund als Spiegel des menschlichen Verhaltens

Der Halter kann nicht nur durch die falschen direkten Reaktionen auf das Angstverhalten des Hundes dieses verstärken, sondern auch durch unbewusst gesendete Signale den Hund in seinen Empfindungen ermutigen. Hunde sind sehr sensible, empfindsame Wesen. Sie bekommen mehr mit, als man so denkt. Sie merken, wenn man traurig oder schlecht gelaunt ist. Und ebenso bemerken Hunde, wenn der Mensch besonders angespannt und nervös ist. Häufig werden auch die Hunde angespannt und nervös, da sie denken, dass die momentane Situation dieses Verhalten rechtfertigt. Ein Beispiel: Der Mensch wurde als Kind von einem Hund attackiert und gebissen. Seitdem ist derjenige angespannt, wenn er oder sie auf Hunde trifft, die diesem ähnlich sehen. Ist diese Person nun mit ihrem eigenen Hund unterwegs und gerät in eine solche angespannte Situation, überträgt sich das auf den Hund. Dieser zeigt dann mitunter Abwehr- oder auch Drohsignale, was der entgegenkommende Hund nicht tolerieren muss und ebenfalls gereizt oder auch aggressiv reagieren kann.
Spiegel des MenschenDadurch können Konfliktsituationen zwischen Hunden erst entstehen. Diese Spiegelfunktion ist aber auch in anderen Situationen möglich: Ist Herrchen oder Frauchen entspannt, kann auch der Hund entspannt sein, ist Herrchen oder Frauchen einer Person gegenüber freundlich und positiv gestimmt, wird auch der Hund diese Person positiv bewerten und gern begrüßen. Ist Herrchen oder Frauchen einer anderen Person gegenüber eher distanziert, wird der Hund auch dies merken und ebenfalls auf Distanz zu dieser Person bleiben. Dieses Spiegelverhalten ist vor allem in der freien Wildbahn für die Wolfskinder sehr wichtig, da ihnen schlichtweg die Lebenserfahrung fehlt und sie daher Situationen nicht einzuschätzen wissen. Sendet bereits die Mutter durch eine angespannte Körperhaltung den Kindern das Signal „Achtung!“, werden die Wolfskinder ihr Verhalten spiegeln und ebenfalls in Alarmbereitschaft sein. So gut und wichtig das Spiegelverhalten auch ist, leider birgt es auch das Potenzial zu Fehlverknüpfungen.

Angstaggression

Befindet sich ein Hund in einer Angstsituation oder fühlt sich durch Objekte, Menschen oder andere Tiere bedroht, wird dies relativ schnell an der Körpersprache ersichtlich. Hier entstehen übrigens die häufigsten Missverständnisse zwischen Hunden und Menschen, weil viele Menschen die Signale des Hundes nicht zu deuten in der Lage sind.

Calming Signals
Zu Beginn sendet der Hund häufig Beschwichtigungssignale. Diese sind an angelegten Ohren, einer geduckten Körperhaltung und eingeklemmter Rute zu erkennen. Das Lefzen lecken ist außerdem sehr prägnant bei vielen Hunden zu beobachten. Die Beschwichtigungssignale sollen deeskalierend wirken. Nähert sich beispielsweise das angstauslösende Objekt, weicht der Hund zurück und verstärkt seine Beschwichtigungssignale.

Drohverhalten, defensive Aggression
Haben die Beschwichtigungssignale keinen Erfolg, schaltet der Hund über in Angriffsbereitschaft. Der Hund wird offensichtlich drohen. Dies ist an gebleckten Zähnen, Knurren, gerunzeltem Nasenrücken und aufgestelltem Nackenhaar zu erkennen. Diese Verhaltensweisen können unterschiedlich kombiniert werden. Der eine Hund knurrt eher, während der andere ruhig bleibt und nur die Nackenhaare aufstellt. Hier muss jeder Halter seinen Hund gut kennen und wissen, wann dessen Grenze erreicht ist. All diese Verhaltensweisen sollen verdeutlichen, dass der Hund in jedem Moment zum Angriff bereit ist, wenn sich das bedrohliche Objekt oder der andere Hund nicht entfernt.
Silvester

Exkurs: Silvester

Viele Hunde haben an Silvester große Angst. Das laute Knallen, welches die Tiere nicht zuordnen können, bereitet ihnen Angst. Es ist immer und überall zu hören, weshalb die Hunde genauso Angst draußen wie drinnen haben. In jedem Fall sollte der Hund in diesen Tagen niemals ohne Leine Gassi geführt werden! Zum Glück ist diese Ausnahmesituation nur einmal jährlich, was den Leidensdruck der Hunde allerdings nicht schmälert. An Silvester haben sich folgende Tipps zur Beruhigung des Hundes bewährt:

Abgedunkelter Raum & Musik
Am besten richtet man dem Hund einen ganzen „Ruheraum“ ein, in den er sich bei Bedarf zurückziehen kann. Vertraue Objekte, wie das Körbchen oder eine offene Transportbox können als Liegeflächen dienen. Der Raum sollte nicht beleuchtet sein. Fenster werden geschlossen und am besten verdunkelt. Eine kleine Nachttischlampe kann allerdings ruhig angeschaltet werden. Um die Geräusche von draußen zu dämpfen bzw. zu übertönen, kann man dem Hund ruhig Musik anmachen. Möglichst ruhige Musik, die nicht allzu laut im Hintergrund läuft, kann wahre Wunder bewirken.

Nähe zulassen
Sucht der Hund Nähe, kann man ihm diese gern geben. Allerdings sollte man ihn auch nicht überbehüten, denn das könnte seine Angst nur wieder verstärken. Eine Massage beruhigt und entspannt den Hund, sodass er hoffentlich bald zur Ruhe kommen kann.

Genügend auslasten
Ist der Hund im Vorfeld ausreichend ausgelastet worden, wird er müde sein und sich am Silvesterabend nicht allzu sehr mit seiner Angst beschäftigen. Dabei ist psychische Auslastung mit Hilfe von Intelligenz- und Suchspielen genauso wichtig wie körperliche Auslastung.

Alkohol
Auch wenn Alkohol immer wieder auf der Liste der gefährlichen Nahrungsmittel für Hunde steht, muss gesagt werden: Die Dosis macht das Gift! Und daher ist etwas Alkohol, von den meisten Hunden gern in Form von Eierlikör aufgenommen, durchaus eine Möglichkeit, den Hund an Silvester zu beruhigen. Pro 10kg Körpergewicht sollte 1 Esslöffel Eierlikör als Beruhigungsmittel gegeben werden. Am besten ein paar Mal über den Abend verteilt, beispielsweise einmal um 20 Uhr und dann wieder um 23 Uhr. Die Abstände sollten nicht zu klein gewählt werden, um eine Überdosierung zu verhindern.

Thundershirts (= „Donnershirts“)
Thundershirts sind Shirts oder Westen, die dem Hund angezogen werden und sehr eng anliegen. Dadurch erzeugen sie Druck auf den Hundekörper, was auf viele Hunde entspannend wirkt.

Bevor man zu wirklichen Medikamenten greift und den Hund womöglich über Silvester sedieren lässt, sollten erst einmal alle anderen Beruhigungsmittel ausprobiert werden.

6 Tipps zur Beruhigung des Hundes

Egal welche Situation dem Hund Angst bereitet, der Mensch sollte sich darum kümmern, dass sich der Hund wieder beruhigen kann, damit seine Angst nicht ins Unermessliche steig. Dabei muss gesagt werden, dass nicht jede Maßnahme bei jedem Hund gleichgut wirkt. Ebenso individuell wie die Angst selbst ist die richtige Beruhigungsmaßnahme.

  1. Trösten? – Ja, aber nicht zu viel

Übermäßiges Streicheln und Knuddeln sind ebenso fehl am Platz wie komplettes Ignorieren. Der Mensch sollte als souveräner, nicht ängstlicher Rudelführer auftreten. So gibt man seinem Hund Halt. Legt sich der Hund beispielsweise verängstigt in eine Ecke, kann sich der Mensch dazusetzen, wobei er aber nebenbei einer anderen Beschäftigung nachgeht, wie beispielsweise eine Zeitschrift lesen. Schon die körperliche Nähe riecht vollkommen aus, um den Hund zu beruhigen.

  1. Nicht unter Druck setzen

Ein ängstlicher Hund sollte niemals unter Druck gesetzt werden. Dies kann seine Angst potenzieren, sie kann aber auch in aggressives Verhalten umschlagen. Daher sollte man sich niemals über einen ängstlichen Hund beugen oder ihn räumlich einschränken. Zu viel Blickkontakt sollte übrigens auch vermieden werden.

  1. Raum geben

Dieser Punkt knüpft an den vorigen an. Ein ängstlicher Hund ist immer bereit zu fliehen. Daher sollte man einem verängstigten Hund genügend Raum geben, damit dieser sich wieder beruhigen kann. Findet sie Angstsituation draußen statt, kann Raum geschaffen werden, indem die Distanz zu dem angstauslösenden Objekt oder der angstauslösenden Situation vergrößert wird.

  1. Homöopathische Mittel

Spezielle Nahrungsergänzungsmittel und Homöopathische Mittel können einen ängstlichen Hund beim Entspannen unterstützen. Solche Beruhigungsmittel enthalten meist Wirkstoffe, die krampflösend und entspannend wirken, wie beispielsweise Bachblüten. Präparate mit natürlichen, pflanzlichen Inhaltsstoffen sollten immer erste Wahl sein, bevor zu synthetischen „richtigen“ Medikamenten gegriffen wird.

  1. Beschwichtigungssignale

Die Beschwichtigungssignale, die ein Hund in einer angstauslösenden Situation sendet, kann der Mensch ebenfalls zeigen, um den Hund zu beruhigen. Zur Beschwichtigung machen sich Hunde zum Beispiel klein, sie wenden ihren Blick ganz gezielt vom Gegenüber ab oder sie gähnen. Setzt mandiese Signale in angespannten Situationen ein, kann dies helfen, das Tier zu beruhigen.

  1. Selbst ruhig bleiben

Dieser Tipp zielt auf das Spiegelverhalten des Hundes ab. Kommt der Hund in eine Angstsituation, sollte man als Halter bewusst ruhig bleiben. Reagiert der Hund beispielsweise während eines Spaziergangs ängstlich, sollte der Halter stehen bleiben, ruhig weiter atmen und nichts sagen. So wird dem Hund die nötige Zeit zum Beruhigen gegeben und durch die Ruhe, die Herrchen oder Frauchen ausstrahlt, wird der Hund bald verstehen, dass alles gut ist und er sich nun auch wieder entspannen kann. Sobald die Angst nachgelassen hat, kann der Hund wieder angesprochen und der Spaziergang fortgesetzt werden.

 

 

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