Durchfall beim Hund

Durchfall beim HundSicherlich hat jeder schon einmal Durchfall bei seinem Hund erlebt. Der Magen-Darm-Trakt von Hunden ist mitunter sehr empfindlich und reagiert auf beispielsweise anderes Futter schnell einmal mit Blähungen und Durchfall. Oder aber wenn der Hund auf der täglichen Gassi-Runde Unrat aufgenommen und gegessen hat, kann die Folge davon Erbrechen sowie Durchfall sein. Aber auch die Gabe von Medikamenten, insbesondere Antibiotika, greifen den Magen-Darm-Trakt des Hundes an. Doch ab wann ist die Situation ernst? Und wie kann man seinem Hund in so einer Situation am besten helfen?

Welche Arten von Durchfall beim Hund gibt es?

Zunächst einmal muss man zwischen harmlosem Durchfall und einem Notfall unterscheiden. Sollte der Hund ausnahmsweise mal etwas weicheren Stuhl haben, ansonsten aber völlig normal, agil, einfach gut drauf sein, besteht kein Grund zur Sorge. Meistens liegt dies daran, dass der Hund etwas auf dem Gassi-Gang gefressen hat und der Magen-Darm-Trakt nun darauf reagiert. Manchmal kriegen wir Menschen es nicht einmal mit, was genau der Hund dort gefunden und gefressen hat.
In der Regel ist es aber harmlos und schon beim nächsten Mal ist der Stuhl wieder fest.
Ebenfalls harmlos ist der Durchfall, wenn der Hund Antibiotika bekommt. Hier kennt man die Ursache. Meistens ist der Kot hier trotzdem relativ fest, manchmal etwas breiig, aber selten flüssig. Da das Antibiotikum die Darmflora angreift, kann der Darm seine Arbeit nicht mehr richtig ausführen, was zu verändertem Kot führt.

Da Antibiotika nur für einen kurzen Zeitraum gegeben werden, besteht hier auch meist kein Grund zur Sorge. Allerdings empfiehlt es sich, nach dem Einsatz von Antibiotika eine Aufbaukur für den Darm durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel anzubieten, damit der Hund schnell wieder fit ist.

Im Gegensatz zu einem einmaligen Durchfall steht der anhaltende Durchfall. Blähungen und Bauchkrämpfe sind Begleiterscheinungen davon. Neben einem häufigen Kotabsatz, welcher dauerhaft breiig, manchmal sogar flüssig ist, plagen den Hund richtige Schmerzen. Der Hund hat dauerhaft das Gefühl, sich erleichtern zu müssen und probiert dies auch weiterhin, selbst wenn nichts mehr kommt. Durch das häufige und starke Drücken können kleine Adern im After platzen und zu Blutungen führen.

Besonders schlimm ist es, wenn noch Erbrechen hinzukommt. Hier besteht große Gefahr für das Tier und insbesondere für Welpen und junge Hunde.
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Durchfall Merkmale

Durchfall kann beim Hund sehr unterschiedlich aussehen. In jedem Fall sollte man aufmerksam sein, wenn der Kot sich verändert. Durchfall beim Hund kann sehr viele verschiedene Formen und Begleiterscheinungen zeigen:

    • breiig bis flüssig, schleimig
    • veränderte Farbe (grünlich, gelblich, rötlich, schwarz)
    • blutdurchsetzt
    • Unterleibskrämpfe
    • häufiger Kotabsatz (mehrfach hintereinander, 5-mal und aufwärts)
    • starke Blähungen
    • Bedürfnis zu drücken, obwohl nichts mehr kommt

Ursachen von Durchfall beim Hund

Durchfall beim Hund kann vielfältige Ursachen haben. Hier eine Liste möglicher und auch teils häufig auftretender Ursachen:

    • Aufnahme von Unrat: Irritation des Darms
    • Antibiotikum: Greift die Darmflora an
    • Zu schneller Futterwechsel: Darm reagiert mit einer erhöhten Aktivität
    • Qualitativ minderwertiges Futter: Zu viele Kohlenhydrate, mangelhaftes Fleisch
    • Allergie: meistens Futterallergie
    • Magen-Darm-Infekt durch Bakterien / Viren
    • Magen-Darm-Parasiten: Würmer oder Einzeller (oft: Giardien)
    • Organerkrankung
    • Stress, Angst oder Aufregung

Sollte der Hund ausnahmsweise und nicht anhaltend Durchfall haben, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. Sollte ein Futterwechsel gemacht worden sein, empfiehlt es sich, dem Hund bzw. seinem Magen-Darm-Trakt noch etwas mehr Zeit zur Gewöhnung zu geben und das neue Futter länger noch mit dem alten Futter zu mischen. Ein weiterer Aspekt schließt sich hier an, nämlich die Qualität des Futters. Minderwertiges Futter hat häufig viel zu viele Kohlenhydrate und mangelhafte Protein-Quellen. Weizen und Mais stehen hier auf der roten Liste, sowie Fleischmehl. Grundsätzlich sollte man doch lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und dem Hund ein hochwertiges Futter geben. In unseren Futtertests für Nassfutter und Trockenfutter gibt es eine Auswahl hochwertiger Sorten, die auch nicht immer exorbitant teuer sein müssen.

Ebenso kann der Hund eine Futtermittelallergie haben. Auf gewisse Bestandteile im Hundefutter können Hunde allergisch reagieren. Der Darm befindet sich dann dauerhaft in einem gereizten oder entzündeten Zustand und kann nicht richtig arbeiten. Häufig sind Unverträglichkeiten gegenüber Getreide und Geflügel. So eine Unverträglichkeit lässt sich nur durch eine Ausschlussdiät feststellen.

Auch Antibiotika greifen den Darm an. Die enthaltenen Wirkstoffe zerstören die Darmflora, was ebenfalls zu einer eingeschränkten Funktionsweise führt. Dennoch sollte die Gabe des Antibiotikums nicht nach Gutdünken unterbrochen werden, sondern solange gegeben werden, wie der Tierarzt es verschrieben hat. Der Hund wird das Antibiotikum nicht dauerhaft nehmen müssen. Sobald die Behandlung abgeschlossen ist, sollte man dem Hund durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel dabei unterstützen, die Darmflora schnell wiederaufzubauen, damit der Hund bald wieder ganz fit ist.

Und auch psychische Belastungen können beim Hund zu kurzzeitigen Magen-Darm-Problemen führen. So sind Stress, Angst und Aufregung die häufigsten psychischen Ursachen von Durchball beim Hund. Auch hier zeigt sich schnell, dass kein großer Grund zur Sorge besteht, da der Durchfall nur kurz, meist einmalig, auftritt und der Hund ansonsten einen gesunden und fitten Gesamteindruck macht.

Deutlich schwerwiegender sind hingegen Magen-Darm-Infekte bzw. Parasiten, die den Darm angreifen. Ebenso wie bei uns Menschen gibt es Bakterien und Viren, die Durchfall sowie Erbrechen beim Hund hervorrufen. Diese Erkrankungen sind, genau wie bei uns Menschen, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Besonders in den kälteren Monaten, wenn das Wetter nasskalt ist, kursieren immer wieder solche Magen-Darm-Viren. Parasiten, wie beispielsweise Würmer, sind leider das ganze Jahr über anzutreffen. Die Übertragung geht schnell, sobald der Hund Kontakt mit infiziertem Kot oder einem infizierten Hund hatte. Sollte man in der Ernährung des Hundes oder im Alltag nichts verändert haben, worauf der Hund mit einem nervösen Magen-Darm-Trakt reagieren könnte, sollte man lieber zum Tierarzt gehen und die Ursache abklären lassen.

Direkt beim nächsten Gassi-Gang kann man eine Kotprobe nehmen, da Tierärzte diesen meist zur genaueren Diagnose untersuchen. Anschließend wird der Tierarzt die Bakterien, Viren oder Parasiten mit einer entsprechenden Therapie bekämpfen.
Aber auch eine Organerkrankung kann hinter anhaltendem Durchfall und einem schlechten Allgemeinzustand stecken. Der Verdauungstrakt des Hundes beginnt im Maul und endet am After. Dazwischen gibt es eine Reihe von Organen, deren Funktion ebenfalls den Kotabsatz beeinflussen können. Welches Organ genau betroffen ist, kann nur der Tierarzt herausfinden. Sollte der Hund also anhaltend veränderten Stuhl haben, insgesamt matt und antriebslos wirken, ist der Gang zum Tierarzt nie verkehrt! Grundsätzlich sollte man sowieso mindestens einmal im Jahr zur Kontrolle, bei älteren Tieren auch gern zweimal pro Jahr, um eventuelle Erkrankungen möglichst früh zu erkennen und behandeln zu können.
Wann zum Tierarzt?
    • Wenn der Durchfall länger als drei Tage andauert
    • Wenn der Hund zusätzlich sich noch erbricht
    • Wenn der Hund blutigen Durchfall hat
    • Wenn der Hund starke Schmerzen hat
    • Wenn der Hund noch jung ist (Welpen sind besonders gefährdet!)
    • Wenn der Hund nicht frisst / trinkt
    • Wenn der Hund erhöhte Temperatur oder Fieber hat ( > 40°C)
    • Wenn sich der Hund zusätzlich deutlich anders als sonst verhält (unruhig, teilnahmslos)

Gefahren von Durchfall beim Hund

Die größte Gefahr beim Durchfall ist das Austrocknen. Durch den erhöhten Flüssigkeitsverlust kann es schnell passieren, dass der Hund austrocknet. Besonders Welpen und Junghunde sind stark gefährdet, aber auch einen ausgewachsenen Hund kann es treffen, wenn der Durchfall sehr stark ist. Häufig erleidet der Hund dann auch einen Schock.
Man erkennt eine Austrocknung bzw. einen Schock an folgenden Symptomen:

    • Die Maulschleimhäute sind klebrig trocken.
    • Eine aufgezogene Hautfalte bleibt stehen bzw. geht nur langsam wieder weg.
    • Oft wirken die Augen auch „eingefallen“.
    • Der Hund wirkt teilnahmslos.
    • Die Beine des Hundes sind kalt.
Sollte man diese Symptome bei seinem Hund, womöglich in Kombination, beobachten können, ist der Gang zum Tierarzt unverzüglich zu erledigen. Hier besteht akute Lebensgefahr für das Tier!

Behandlungsmöglichkeiten von Durchfall beim Hund

Leidet der Hund an einer harmlosen Variante des Durchfalls, kann man ihn mit eigenen Maßnahmen unterstützen. Auch bei schwerwiegenderen Varianten des Durchfalls, die in jedem Fall zunächst durch den Tierarzt behandelt werden sollten, kann man dem Hund dennoch ebenso zusätzlich helfen, damit er bald wieder auf die Beine kommt.

  1. Fasten
  2. Zunächst sollte ein Hund in den ersten 12 bis 48 Stunden, nachdem der Durchfall aufgetreten ist, fasten. So gibt man dem Magen-Darm-Trakt genügend Zeit, sich etwas zu beruhigen. Welpen bzw. bereits geschwächte Tiere sollten nicht unmittelbar fasten! Hier ist eine Rücksprache mit dem Tierarzt unbedingt nötig!

  3. Schonkost
  4. In den nächsten 3 – 4 Tagen ist Schonkost angesagt. Grundsätzlich sollte man die Futtermenge langsam steigern, damit der Darm schonend wieder in Gang gesetzt wird. Klassische Schonkost für Hunde setzt sich aus drei Zutaten zusammen: Gekochter Reis (solange kochen, bis er von alleine auseinanderfällt und breiig wird!), gekochtes Hähnchen (für Allergiker nimmt man meist Ente) und Hüttenkäse.

    Wenn man nicht selbst kochen möchte, gibt es beim Tierarzt auch spezielles Futter, welches nur zur kurzfristigen Behandlung nach dem Durchfall gegeben wird. Länger als 3 – 4 Tage sollte man keine Schonkost geben, da hier das Nährstoffprofil nicht ausgewogen ist. Die Schonkost ist dazu da, den Darm wieder auf seine Funktion vorzubereiten und nicht direkt zu überlasten. Jedoch kann der Vitamin- und Mineralstoffbedarf des Hundes so nicht gedeckt werden. Für ein paar Tage ist dies nicht schlimm, anschließend sollte aber direkt wieder auf eine gute Nährstoffversorgung geachtet werden!

  5. Leckerlis sind Tabu
  6. Leckerlis oder andere Snacks, insbesondere Kauknochen, sind solange Tabu, wie der Hund fastet bzw. die Schonkost erhält.

  7. Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung
  8. Geeignete Nahrungsergänzungsmittel können dem Hund nach der Schonkost mit dem normalen Futter zur Unterstützung gegeben werden. Da häufig die Darmflora nach einer Durchfall-Periode angegriffen ist, sollte man darauf achten, dass das Darm-Produkt dabei hilft, die Darmflora wiederaufzubauen. 
    Gleichzeitig ist es sinnvoll, wenn solche Ergänzungen Pflanzenfasern enthalten. Auch Leinsamen oder andere Ballaststoffquellen sind gut geeignet. Diese binden Wasser in sich und sorgen so dafür, dass der Kot schnell wieder fester wird. Zu weicher Kot kann nämlich zu Problemen mit den Analdrüsen des Hundes führen.
    Weiterhin unterstützen Präbiotika die „guten“ Darmbakterien. Typische Quellen der Präbiotika sind Inulin und MOS (Mannan-Oligosaccaride). Toxinbinder, wie Aktivkohle (oder auch Pflanzenkohle), machen die durch die Durchfallerreger freigesetzten Giftstoffe unschädlich, was die normale Funktionsweise des Darms fördert.
    Inhaltsstoffe, die bei Kontakt mit Wasser schleimig werden, sind ebenfalls sehr zu empfehlen. Hier sind Flohsamenschalen, Leinsamen oder Ulmenrinde zu nennen. Dieser entstehende „Schleim“ legt sich wie ein Schutzmantel an die Magen- und Darmschleimhaut. So klingen Reizungen des Magen-Darm-Trakts schnell ab.
    Verschiedene Kräuter und andere natürliche Zutaten runden das Nährstoffprofil solcher Ergänzungen ab, um dem Hund genügend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zuzuführen. Denn meist haben Hunde nach einer Durchfallerkrankung einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen.

Bild: © Depositphotos.com / nunochka