Hundespielzeug

„GemeinsamesBeim Erwerb von Zubehör für seinen Vierbeiner kommt der Hundebesitzer um das Hundespielzeug nicht herum, platziert es jede Zoofachhandlung doch deutlich sichtbar. Im Blickfeld des Kunden baumeln genau auf Augenhöhe Hähne aus Gummi und bunte Seile. Gleich nebenan liegen kleine und große Bälle, Plüschtiere und Spielzeuge, die die Motorik und das Denkvermögen des Hundes fördern sollen. Selbst Supermärkte und Discounter bieten Spielzeug für Hunde an. Wer könnte bei dieser Auswahl nicht schwach werden? Doch lohnt die Anschaffung derartiger Utensilien wirklich und welche sind die besten?

Auch in der freien Natur lebende Hunde spielen

Die meisten Hundebesitzer befürworten die Verwendung von Hundespielzeug. Doch es gibt einige Kritiker. Sie behaupten, dieses wäre unnötiger Luxus, den die Tiere in der freien Wildbahn auch nicht hätten. Wer es benutzt, würde seinen Hund vermenschlichen und das Geld für den Kauf aus dem Fenster werfen. Tatsächlich ist gutes Hundespielzeug nicht billig. Doch eine sinnlose Anschaffung ist es nicht.

In der freien Natur ist das Spielen im Rudel für die Entwicklung der Welpen sehr wichtig. Hier geht es weniger um die Beschäftigung als um

  • die Erprobung von Fähigkeiten
  • das Aneignen von Fertigkeiten
  • das Erlernen motorischer Feinheiten
  • den Muskelaufbau
  • die Steigerung der Ausdauer
  • die Erziehung
  • und letztlich um die Sozialisierung.

Die Elterntiere, insbesondere der Vater, zeigen den Welpen auf spielerische Art, wie man Beute macht, sich gegen Feinde verteidigt, sich eine Unterkunft baut und wie man mit Artgenossen kommuniziert. Beim Spielen sind Hunde keineswegs zimperlich. Sie rempeln und schubsen, springen aufeinander, rennen sich gegenseitig um und zerren sich am Fell. Würden derartige Spiele innerhalb des Rudels nicht stattfinden, wäre die Überlebenschance der Welpen gleich Null.

Nicht zu unterschätzen ist die körperliche und psychische Auslastung beim Umhertollen. Der Bewegungsdrang bei Hunden steht an erster Stelle bei ihren Bedürfnissen. Wer sich über die Wünsche des Hundes Gedanken macht, denkt vermutlich als erstes an gutes Futter und an ein weiches Bett. Dem ist nicht so. Der Hund will aktiv sein, am liebsten stundenlang.

Spielzeug hilft bei Auslastung des Hundes und erleichtert Erziehung

In der Obhut des Menschen benötigt der Hund viele der im Rudel erlernten Fähigkeiten nicht oder nicht mehr. Um das Futter und die Unterbringung kümmert sich der Mensch. Gegen Artgenossen im eigenen Revier braucht sich der Vierbeiner in der Regel nicht durchsetzen, denn die meisten Familien besitzen nur einen Hund. Abgesehen von Nachbars frecher Katze, die dem Hund schon mal mit ihren Krallen über die Schnauze fährt, gibt es keine Feinde, gegen die sich der Hausgenosse verteidigen muss. Während Wildhunde kilometerweit durch die Gegend streifen müssen, um Beute aufzustöbern und diese zu fangen, wird dem Haushund das Futter direkt vor die Nase gesetzt. Er benötigt also nicht einmal mehr Kraft und Ausdauer. Wen wundert es, dass viele Hunde verfetten und unter Langeweile leiden? Eine angemessene Beschäftigung mit Spielzeug kann Abhilfe schaffen.

Außerdem ist das Spielzeug ein effektives Hilfsmittel, um den noch jungen Hund auf sanfte und abwechslungsreiche Art zu erziehen. Was der Welpe auf spielerische Art lernt, behält er schnell und das Erlernte führt er gern wieder und wieder aus. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass ein auf spielerische Art erzogener Hund bis ins hohe Alter lernfreudig bleibt. Diejenigen Hunde, die eine solche Ausbildung nicht genießen durften, stumpfen schneller ab und neigen im Laufe der Jahre häufiger zu degenerativen psychischen Erkrankungen.

Hundespielzeug weckt das Kind im Hundebesitzer

Dass das Spielen mit dem Hund neben dem Füttern, Pflegen und Erziehen eine wichtige Aufgabe ist, dürfte demnach logisch sein. Die Frage ist nur, was beziehungsweise wie spielt man mit dem Hund? Besinnen wir uns an dieser Stelle auf die eigene Kindheit zurück. Fiel es uns schwer, im Haushalt oder in der Natur Dinge zu finden, die sich zum Spielen bestens eigneten? Reizte nicht jeder auf der Wiese rollende Ball uns dazu, ihm hinterher zu laufen? Und heute? Lehnen wir uns lieber entspannt auf dem Sofa zurück, lassen uns berieseln und fühlen uns vom Alltag gestresst. Der Sinn zum Spielen ist uns völlig abhanden gekommen. Im Grunde sind wir für den Hund langweilig.

Bieten wir ihm kein Spielzeug an, sucht er sich selbst eines. Nur ist dies nicht unbedingt für ihn geeignet. Die schicken High Heels wollte Frauchen abends zum Ausgehen anziehen. Das Designersofa sieht mit den angeknabberten Beinen nicht mehr so wohnlich aus. Schlimmstenfalls erwischt der Hund beim Spielen Dinge, die ihn verletzen oder krank machen. Sorgen wir also besser für Alternativen! Besorgen wir Spielzeuge, die für den Hund ungefährlich sind. Etliche können wir selbst zusammenbauen. Doch einfacher ist es, im Internet oder im Laden das Passende zu kaufen. Und siehe da: Der lustige Gummihahn, die Hunde-Frisbee, der Knoten- und der Snack-Ball regen auch unsere Kreativität an und machen Lust darauf, mit unserem Hund aktiv zu sein.

Spielzeug für Hunde fördert Teamgeist

Für das Zusammenleben mit dem Hund ist es wichtig, dass der Vierbeiner mit seinem Besitzer ein gutes Team bildet. Man sollte sich aufeinander verlassen können. Das gemeinsame Spielen fördert diese Kompetenz. Am liebsten lebt der Hund in einem Rudel, in der eine strenge Rangfolge herrscht und wo bestimmte Abläufe eingehalten werden. Geregelte Arbeits-, Ruhe- und Spielzeiten sind für den Hund von Vorteil, weil sie ihm Sicherheit geben. Sichere Hunde erfüllen ihre Aufgaben zuverlässig.

Am besten lässt sich dies an einem Beispiel erklären. Wohl jeder konnte in der Realität oder im Fernsehen schon einmal einen Drogenspürhund beobachten. Er arbeitet nur dann erfolgreich, wenn sein Tag routiniert abläuft. Vor dem Einsatz macht er einen langen Spaziergang, um aufgestaute Energien abzubauen. Während der Arbeit ist er hochkonzentriert und richtet sich nach den Anweisungen seines Besitzers. Umgehend nach dem Einsatz erhält er sein Spielzeug, das einerseits als Belohnung gedacht ist und andererseits anzeigt, dass die Freizeit beginnt. Einen schöneren Moment gibt es für den Hund kaum, da er in der kommenden Phase das Zusammensein mit seinem Menschen noch mehr genießen kann. Dem Hundebesitzer selbst ergeht es ähnlich. Der beständige Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen geistiger und körperlicher Auslastung hält gesund und macht zufrieden. Hund und Mensch wollen sich nicht mehr missen.

Richtiges Spielen ist wichtig

Gerade unerfahrenen Hundebesitzern stellt sich die Frage: Kann ich beim Spielen mit dem Hund etwas falsch machen? Und ob. Geht es um die sinnvolle Beschäftigung des Hundes, ist es keineswegs damit getan, ihm ein Spielzeug zu reichen und darauf zu hoffen, dass sich der Hund stundenlang allein die Zeit mit diesem vertreiben würde. In dieser Hinsicht verstehen Hundebesitzer den Begriff Spielen falsch. Spielzeug für Hunde ist dafür konzipiert, das gemeinsame Spiel von Mensch und Hund zu inspirieren und zu fördern. Selbst das Hundespielzeug Ball wird bald unattraktiv, wenn der Vierbeiner mit ihm allein gelassen wird. Die erste Regel beim Spielen mit dem Hund lautet also: Nur gemeinsames Spiel macht Spaß.

Das Hundespielzeug sollte dem Vierbeiner nicht zur freien Verfügung stehen. Dann wird es uninteressant und ist nichts Besonderes mehr. Gerade Letzteres ist wichtig, um die Aufmerksamkeit des Hundes zu erregen und um als Belohnung zu taugen. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass der Hund das Spielzeug zerstört. Dies kann die Folge von Frust oder Langeweile sein. Regel Nummer zwei lautet: Nach dem Spiel wird das Spielzeug an einem geeigneten Platz hundesicher aufbewahrt.

Nicht für jeden Hund ist jedes Hundespielzeug geeignet. Je nach Rasse können unterschiedliche Vorlieben bestehen, da die anlagebedingten Fähigkeiten verschieden ausgeprägt sind. Kleine Hunde brauchen andere Spielzeuge als ältere. Hinsichtlich der Größe und Materialien des Spielzeugs entscheiden bei der Auswahl gleich mehrere Faktoren. Auf diese Thematik wird anschließend noch näher eingegangen. Zunächst einmal gilt Regel drei: Jeder Hund braucht das individuell passende Spielzeug.

Die letzte Regel beim Spiel mit dem Hund ist zugleich die wichtigste: Der Mensch bestimmt über den Beginn, die Intensität und das Ende des Spiels. Das ist wichtig für die Einhaltung der Rangfolge. Dürfte der Vierbeiner so lange wie er möchte mit dem Ball durch den Garten hetzen, wäre er der Chef. Dieses Gebaren würde sich bald auch in anderen Situationen durchsetzen. Deswegen macht es Sinn, klare Ansagen zu geben. Ein zu grobes Spiel muss unverzüglich abgebrochen werden, um das Risiko von Verletzungen auszuschließen.

Generelle Tipps zum Kauf von Hundespielzeug

Nicht jedes Spielzeug eignet sich für jeden Hund. Grundsätzlich müssen Produkte für große und kräftige Rassen robuster und größer sein als für kleine Hunde. Letzteres ergibt sich aus der Größe des Fangs. Ein winziges Hundespielzeug würde in ihm verschwinden und könnte verschluckt werden. Der Darm könnte verletzt werden oder verschlingen. Beide Situationen können lebensgefährlich sein.

Spielzeuge aus harten Materialien und solchen, die splittern können, eignen sich für den Hund nicht. Die bei Hunden beliebten Stöckchen eignen sich nicht zum Spielen. Kauen die Vierbeiner allzu oft auf ihnen herum, schleifen sich ihre Zähne ab. Mit den verbliebenen Stummeln kann der Hund schlecht fressen. Außerdem können Stöcke splittern, wenn der Hund auf sie beißt.

Beim Menschen beliebte Spielzeuge gefallen nicht zwangläufig dem Hund. Bunt gefärbte beispielsweise mögen das Auge des Hundebesitzers erfreuen. Dem Vierbeiner ist die Farbe meist egal, wenngleich es Hunde gibt, die für bestimmte Farben Vorlieben zeigen. Viel wichtiger als die Farbe ist der gesundheitliche Aspekt. Beim Einfärben von Materialien kommen häufig chemische Mittel zum Einsatz. Sie können die Gesundheit des Hundes schädigen. Auch Weichmacher und andere Zusätze stehen in dem Verdacht, Krankheiten hervorzurufen. Deswegen sollten die Bedürfnisse des Hundes bei der Spielzeug-Auswahl im Vordergrund stehen.

Bei der Auswahl von Hundespielzeug sollte über das Ziel des Spiels nachgedacht werden. Bestimmte Artikel eignen sich besonders gut zum Apportieren. Andere taugen für den Gebrauch im Haus und im Freien. Wiederum andere sind zum Kauen gedacht, um die Zähne des Hundes zu reinigen.

Nicht auf die Menge an Spielzeug kommt es beim Spielen an. Insbesondere Welpen fühlen sich überfordert, wenn allzu viele Reize auf sie einströmen. Besser ist es, lieber weniger und dafür qualitativ hochwertiges Hundespielzeug zu erwerben. Dieses hält im Allgemeinen entsprechend länger.

Materialien, aus denen Hundespielzeuge hergestellt sein können

Welches Material für die Herstellung von Hundespielzeug am besten geeignet ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Jedes Material bietet Vor- und Nachteile. Diese sollen kurz beschrieben werden.

Stoff und Frottee

Beide Materialien sind besonders weich. Sie

  • eignen sich zum Kuscheln
  • taugen zum Zerren und Toben nicht, weil sie reißen. Der Hund könnte Teile verschlucken.

Eine Ausnahme bildet Baumwolle, wenn sie naturbelassen und zu Seilen verarbeitet ist. Dann ist sie äußerst robust.

Moosgummi

Moosgummi ist

  • sehr leicht
  • schwimmfähig und deswegen auch zum Einsatz auf dem Wasser geeignet

Es hält Hundezähnen aber nur bedingt Stand. Kleine Teile können abgebissen und verschluckt werden.

Leder

Leder ist ein Naturmaterial, das keine Schadstoffe absondert. Hunde benutzen es gern zum Kauen. Es ist

  • gegenüber Hundezähnen relativ stabil
  • härtet allerdings aus, wenn es einmal nass geworden ist.

Nylon

Nylon kommt häufig bei Hundespielsachen zum Einsatz, die im Wasser verwendet werden. Es ist

  • leicht
  • schwimmfähig
  • und strapazierfähiger als Moosgummi.

Dennoch fällt es insbesondere größeren Hunden nicht schwer, es im Eifer des Gefechts innerhalb weniger Minuten zu zerstören.

Vinyl

Spielzeuge aus Vinyl

  • sind schnell zu reinigen
  • können Nässe vertragen
  • und sind leicht.

Allerdings können sie Weichmacher enthalten. Größere Hunde können das Material mit den Pfoten oder Zähnen schnell beschädigen.

Gummi

Gummispielzeuge

  • können unbedenklich bekaut werden, da sie nachgeben
  • enthalten keine Weichmacher
  • können je nach Machart schwimmfähig sein.

Für besonders robuste Hunde wie die Molosser eignen sie sich nicht, da diese sie mit ihrer enormen Beißkraft zerstören können.

Vollgummi/Naturgummi

Spielzeuge aus Vollgummi sind im Gegensatz zu anderen nicht mit Luft gefüllt, sondern bestehen insgesamt aus Naturgummi. Sie sind

  • relativ schwer, weshalb sie sich für kleine Hunde nur bedingt eignen
  • lassen sich dafür aber gut werfen
  • und gehören zu den wenigen Spielzeugen, die auch Hunden mit einer großen Beißkraft standhalten.

Ein Faktor, der über die Tauglichkeit eines Hundespielzeugs entscheidet, ist demnach die Robustheit des Materials. Dass dieses auch in anderer Hinsicht die Sicherheitsstandards eines Spielzeugs für den Hund erfüllt, zeigt das TÜV-Siegel an.

Unterschiedliche Anforderungen an das Hundespielzeug je nach Alter des Hundes

Der Alltag des Welpen besteht aus dem Schlafen, dem Fressen und dem Spielen. Für Welpen kann es theoretisch gar nicht genug Spielzeuge geben. Sofern diese frei von Giften und nicht allzu hart sind sowie obendrein eine dem Welpen angemessene Größe besitzen, bestehen bei der Auswahl keine Einschränkungen.

Für den Junghund muss das Spielzeug robust sein, denn er probiert sich gern aus. Körperlich ist er sehr aktiv, die Schnauze und die Pfoten kommen häufig zum Einsatz. Der Sicherheit des Hundebesitzers kommt es entgegen, wenn das Spielzeug eine Gelegenheit zum Anfassen bietet, beispielsweise ein Stück Seil. Dann muss er nicht in den Fang des Hundes greifen, wenn er das Spielzeug anfassen will. Während der erwachsene Hund im Normalfall beim Spielen nicht in die Hand seines Besitzers fasst, muss der junge Hund seine Kräfte erst einzuschätzen lernen.

Der alte Hund kann mit einigen Spielzeugen nur noch wenig anfangen. Das Hundespielzeug Ball findet er größtenteils unattraktiv. Er ist weniger beweglich, leidet aufgrund von Abbauprozessen häufiger an Gelenkerkrankungen. Nur für kurze Zeit lässt er sich dazu bewegen, ihm nachzujagen. Kauartikel müssen strapazierfähig sein, dürfen aber nicht zu hart sein. Viele alte Hunde leiden unter Zahn- und Zahnfleischproblemen, so dass das Zubeißen Schmerzen bereiten kann. Ganz verzichten sollte man auf Kauspielzeuge dennoch nicht, denn sie helfen bei der Entfernung des Zahnsteins und beugen der Entstehung von neuem vor.

Vor- und Nachteile der einzelnen Hundespielzeuge

Hundespielzeug Ball

Der Ball sollte als Spielzeug in keinem Hunde-Zuhause fehlen. Er eignet sich zum

  • Apportieren
  • Hinterherjagen und Versteckspiel
  • und bei geschickten Hunden auch zum Balancieren.

Bälle, die mit Noppen ausgestattet sind, lassen sich vom Hund besonders gut greifen. Allerdings ist ihre Landung beim Springen schwer einzuschätzen. Kaut der Hund auf ihnen, reinigt er seine Zähne.

Bälle für Hunde sollten in ihrer Größe stets dem Alter und der Körpergröße des Hundes angepasst sein. Zu große Bälle sind schwer zu bewegen, zu kleine können verschluckt werden. Das Material sollte dem Zweck des Spiels und der Beißkraft des Hundes angepasst sein. Soll das Hundespielzeug Ball im Wasser verwendet werden, muss es schwimmfähig sein. Starke Hunde benötigen Bälle aus robusten Materialien.

Quietschende Spielzeuge

Einige Hundespielzeuge geben Geräusche von sich, wenn der Hund auf sie beißt oder wenn man sie zusammendrückt. Ihre Vorteile bestehen darin,

  • die Aufmerksamkeit des lethargischsten Hundes wecken zu können
  • den Hundebesitzer zu bespaßen
  • und bei einem allzu gemäßigten Spiel die Stimmung anzuheizen.

Die Anschaffung eines quietschenden Spielzeugs sollte jedoch kritisch hinterfragt werden. Erstens fühlen sich die Besitzer selbst vom Geräusch schnell genervt. Zweitens sollen Jagd- und Gebrauchshunde lernen, Gegenstände so vorsichtig wie möglich zu apportieren. Dabei dürfen sie nicht zubeißen, wozu sie das Quietschen animieren könnte. Und drittens ähnelt das Geräusch dem Schrei eines erschreckten Kindes. Das kann zu Verwechslungen mit fatalen Folgen führen. Ein Kind, das beim Fallen schreit oder anschließend weint, soll der Hund keineswegs beißen. Und beißt er doch, weint das Kind noch heftiger. Woher soll der Hund wissen, dass er diese Reaktion beim Ball provozieren darf, während sie beim Kind unerwünscht ist?

Baumwollstricke/-seile

Grundsätzlich sind Baumwollstricke sehr vielseitige Hundespielzeuge. Man kann sie zum

  • Apportieren
  • Zerren
  • sowie zum Einstudieren von Kunststücken

verwenden. Wichtig bei der Auswahl ist, auf die Qualität solcher Seile zu achten. Sind sie zu lasch gedreht, können sich die Zähne des Hundes in den Fäden verfangen und beim Spielen herausgerissen werden. An dieser Stelle soll ein weiterer Hinweis zur Sicherheit erwähnt werden: Zerrspiele sollten dort tabu sein, wo Kinder mit dem Hund spielen. Oft nämlich kommt es durch Zufall irgendwann einmal zu Streitigkeiten um ein Spielzeug zwischen dem Hund und dem Kind. Wurde der Hund zuvor zum Zerren an einem Gegenstand animiert, kann es zum Beißunfall kommen.

Snack-Bälle

Snack-Bälle lassen sich mit Futterbrocken befüllen. Diese rollen einzeln heraus, wenn der Ball bewegt wird. Snack-Bälle sind für Hunde besonders interessant, weil sie

  • all ihre Sinne ansprechen
  • zum aktiven Spiel animieren
  • motorische und psychische Fähigkeiten gleichermaßen fördern.

Mit einem Snack-Ball kann auch der aktivste Hund eine ganze Weile beschäftigt werden. Allerdings sollte auch dieses Spielzeug nicht unendlich lang zum Einsatz kommen. Ein Ersatz zum gemeinsamen Spiel ist es schon gar nicht. Jedes Futterbröckchen, das der Hund verschlingt, enthält Kalorien. Sie müssen von der Tagesfutter-Ration abgezogen werden, sonst wird der Hund dick.

Strategiespiele nur für die Fortgeschrittenen sinnvoll

Darüber hinaus bietet der Handel Strategiespiele unterschiedlicher Geschicklichkeits-Stufen an, bei denen der Hund beim Öffnen von Klappen, Schieben von Modulen oder Aufschieben von Fächern mit einem Leckerli belohnt wird. Dieses Spiel

  • fordert Hunde vor allem geistig
  • schult die Motorik
  • bringt Abwechslung in den Hunde-Alltag.

Damit der Hund nicht überfordert wird, gilt es allerdings, die Schwierigkeit des Spiels auf seinen Trainingszustand abzustimmen. Außerdem muss bedacht werden, dass die Einzelteile so groß sind, dass der Vierbeiner sie nicht verschlucken kann. Das Material muss den Kräften standhalten, die der Hund beim intensiven Spielen entwickeln kann. Strategiespiele für Hunde sind nicht ganz preisgünstig.

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Zusammenfassung

Hundespielzeuge regen den Spieltrieb des Hundes und die Kreativität seines Besitzers an. Sie sollten mit Bedacht ausgewählt werden. Dabei spielen das Alter, die körperliche Aktivität und die psychische Entwicklung des Hundes eine Rolle, aber auch das Material, aus dem das Spielzeug besteht. Gute Hundespielzeuge enthalten keine Kleinteile, die der Vierbeiner verschlucken könnte. Sie sind frei von Giften und möglichst allen chemischen Zusätzen. Im Laufe des Hundelebens sammeln sich für gewöhnlich etliche Hundespielzeuge an. Da lohnt es, hin und wieder auszusortieren. Denn Unmengen davon benötigt der Hund nicht. Was nicht benötigt wird, kann dem Tierheim gespendet werden. Damit die Spielzeuge interessant bleiben, sollten sie dem Hund nur jeweils eine begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt werden, bevor man sie weglegt. Das gemeinsame Spiel mit dem Menschen ersetzt das Spielzeug nicht.

 

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