Kokosöl für Hunde

KokosölNicht nur für den Menschen hat Kokosöl positive Effekte auf die Gesundheit. Auch Hunde können von den guten Inhaltsstoffen und deren Wirkung profitieren. Kokosöl ist ein echter Allrounder! Innerlich sowie äußerlich angewendet hilft es gegen viele verschiedene gesundheitliche Probleme und kann auch rein präventiv verwendet werden. Wir erklären, wieso Kokosöl ab jetzt unbedingt auf dem Speiseplan jedes Hundes stehen sollte!

Inhaltsstoffe

Kokosöl ist ein weißes, festes Öl, welches sich bei ca. 21 Grad verflüssigt. Im flüssigen Zustand ist es durchsichtig. Kokosöl wird aus dem Nährgewebe der Kokosnuss gewonnen. Es besteht aus über 90% gesättigten Fettsäuren. Besonders interessant für positive Auswirkungen auf die Gesundheit ist die Laurinsäure. Dies ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Mehr Informationen zu Fetten gibt es in unserem Ratgebertext zu diesem Thema. Damit die Laurinsäure wirklich etwas bewirken kann, sollte ihr Anteil im Produkt bei mindestens 45% liegen. Damit ist Kokosöl die wichtigste Quelle für Laurinsäure.

Auf die Qualität kommt es an!

Grundsätzlich sollte man beim Kokosöl auf Bio-Qualität achten. Egal, ob Mensch oder Hund das Kokosöl konsumieren soll. Außerdem sollte es kaltgepresst sein. An warmen Sommertagen kann es schnell passieren, dass sich das Kokosöl verflüssigt, da dies bereits bei etwa 21 Grad passiert. Wird es anschließend wieder fest, muss man sich keine Sorgen machen: Die Qualität bleibt erhalten.

Andere Quellen von Laurinsäure
  • Muttermilch 5,8 %
  • Kuhmilch 2,2 %
  • Ziegenmilch 4,5 %
  • Palmkernöl 8 %
  • Kokosöl 45 – 53 %.
  • Kokosöl wird im Vergleich zu anderen Ölen nicht so schnell ranzig und ist problemlos bis zu zwei Jahre lager- und haltbar. Und auch beim Kochen macht Kokosöl eine gute Figur: Im Gegensatz zu anderen Speiseölen ist Kokosöl viel hitzestabiler. So kann man der Entstehung von den gefährlichen Transfetten vorbeugen.

    Transfette

    Transfette entstehen, wenn Speiseöle, die einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten, zu hoch erhitzt werden. Bereits bei Temperaturen über 130 Grad, die beim Kochen und Backen schnell erreicht werden, findet eine Veränderung der molekularen Struktur der Fettsäuren statt. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen geht mit dem Konsum von vielen Transfetten eine erhöhte Gesundheitsgefahr einher. Transfette begünstigen Arterienverkalkungen, welche unter anderem Ursache für verschiedenste Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind.

    Gegen Ungeziefer und Parasiten

    Die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure soll für Parasiten unangenehm riechen. Daher wird Kokosöl als natürlicher Zecken-, Floh– und Milbenschutz immer populärer. Die Wirksamkeit konnte noch nicht in Studien eindeutig nachgewiesen werden. Wie stark der eigene Hund von Parasiten befallen wird, hängt vor allem mit dem individuellen Körpergeruch des Hundes zusammen. Ist der Hund so schon nicht besonders „attraktiv“ für Ungeziefer, wird man mit der äußerlichen Behandlung mit Kokosöl sicher gute Erfolge feiern können. Ausprobieren lautet hier die Devise. Beim Ungezieferschutz sollte man grundsätzlich nicht auf nur ein Mittel setzen, denn kein Mittel, egal ob chemisch oder natürlich, kann 100%igen Schutz garantieren. Unsere Empfehlung: man sollte mindestens zwei Mittel miteinander kombinieren. Kokosöl kann aber völlig unbedenklich beim Hund eingesetzt werden.

    Die Menge vom verwendeten Kokosöl richtet sich nach der Größe des Hundes. Für einen kleinen Hund reicht eine haselnussgroße Portion völlig aus. Bei größeren Hunden dementsprechend mehr. Am besten trägt man das Kokosöl mit einer Bürste auf. Zuerst schmilzt man es zwischen den Handflächen, nimmt es dann mit der Bürste auf und bürstet über den Hund. Besonders die von Parasiten bevorzugten Stellen sollten sorgfältig behandelt werden.

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    Für schönes Fell

    Als Ungezieferschutz wird das Kokosöl auf das Fell aufgetragen. Gleichzeitig trägt es zu einem glänzenden Fell bei. Allerdings sollte man aufpassen, dass man nicht zu viel Kokosöl auf dem Hund verteilt. Bei zu viel Kokosöl sieht das Fell nicht gesund und gepflegt, sondern nur noch völlig fettig aus. Die Haare verkleben, wenn die Umgebungstemperatur niedrig ist, sieht man das Kokosöl auch als weiße Ablagerungen im Fell. Ist einem dies passiert, sollte man den Hund einmal komplett baden und erneut mit weniger Kokosöl behandeln.

    Darmgesundheit

    Innerlich angewendet hat Kokosöl auch positive Effekte. Vor allem für die Darmgesundheit ist es wichtig. Der Darm eines Hundes sollte immer intakt sein. Erkrankungen oder Medikamentengaben können den Darm aus dem Gleichgewicht bringen.
    Dosierung von Kokosöl

    Täglich 1ml Kokosöl oder 1,5g Kokosflocken pro Kilo Körpergewicht – Zur Berechnung: Ein Teelöffel fasst ca. 5ml Kokosöl bzw. 3g Kokosflocken.

    Da hier der größte Teil des Immunsystem liegt, ist ein geschädigter Darm häufig Ausgangspunkt für Folgeerkrankungen. Daher kann man dem Hund täglich etwas Kokosöl über das Futter geben, um den Darm zu unterstützen. Hat der Hund Probleme mit zu weichem Stuhl kann man auch Kokosflocken nehmen. Aber auch hier sollte man unbedingt auf Bio-Qualität achten. Außerdem sollte der Fettgehalt auf 100g bei mindestens 45g liegen, da hier dann nur eine hohe Konzentration der Laurinsäure vorhanden ist.

    Weitere positive Effekte

    Neben den bereits besprochenen Einsatzgebieten, kann Kokosöl noch in anderen Situationen verwendet werden. Im Winter schmiert man es vor dem Gassi-Gehen auf die Pfoten des Hundes. So hat man einen natürlichen Pfotenschutz. Auch wenn die Ballen der Pfoten sehr trocken sind, kann man sie mit Kokosöl wieder weich und geschmeidig bekommen. Oberflächliche Abschürfungen und kleinere Wunden können mit Kokosöl als „Heilsalbe“ behandelt werden. Es trägt zu einer besseren Wundheilung bei und beugt Narbenbildung vor. Auch als Zahnpasta-Zusatz soll Kokosöl nützlich sein. So wirkt es antibakteriell und gegen Mundgeruch, wenn man dem Hund regelmäßig die Zähne damit putzt. Außerdem hilft es bei schuppiger Haut und Ekzemen. Einfach etwas Kokosöl zwischen den Fingern schmelzen lassen und auf die betroffenen Stellen auftragen. Die Liste der positiven Effekte ließe sich noch ewig fortführen. Kokosöl ist ein echter Allrounder und trägt insgesamt zur Fell- und Hautgesundheit, Darmgesundheit, Immununterstützung, Parasitenabwehr und Zahngesundheit bei und hilft außerdem bei Gelenkbeschwerden und Wundheilung.

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    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

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