Die beliebtesten Hundenamen

Hundenamen BeispieleWelpen erhalten ihre Namen für gewöhnlich vom Züchter, zumal die Anzahl des Wurfes der Hündin den Anfangsbuchstaben festlegt. Manchmal darf aber auch der künftige Hundebesitzer entscheiden, wie der Hund heißen soll. Auf diesen Wunsch hin lässt der Züchter die Papiere fertigen. Wird ein älterer Vierbeiner angeschafft, besitzt er im Allgemeinen längst einen Hundenamen. Ob es bei diesem bleibt oder ob ein neuer Name vergeben wird, sollte gründlich überlegt werden. Bei der Auswahl des Hundenamens gibt es einiges zu beachten.

Aufgaben des Hundenamens

Die Auswahl des Namens für den Hund sollte nicht überstürzt erfolgen, schließlich trägt der Vierbeiner ihn ein Hundeleben lang. Fällt dem Hundebesitzer später auf, dass die Bedeutung des Namens nicht zum Charakter des Hundes passt oder dass ein ursprünglich als kreativ empfundener Name in Wirklichkeit peinlich ist, lässt sich dieser im Nachhinein nicht mehr verbergen. Er ist in den Papieren des Hundes verzeichnet, so dass er beim Tierarzt und auf Reisen bei Grenzüberschreitungen gelesen wird. Auch die Freunde, Bekannten und Nachbarn kennen ihn, weil der Hund tagtäglich mit ihm angesprochen wird.

Der Hundename dient der individuellen Identifizierung des Vierbeiners. Überall dort, wo mehrere Hunde zusammen sind, wird diese Aufgabe besonders deutlich. Beispielsweise ist dies auf dem Hundeplatz oder im Wartezimmer des Tierarztes der Fall. Nicht nur der Hundebesitzer weiß, dass beim Aufrufen des Namens sein Hund gemeint ist. Der Vierbeiner selbst reagiert auch entsprechend und zeigt sich interessiert, wenn man ihn beim Namen nennt. Deswegen wird dieser einem Kommando vorangestellt.

Hundename als offizielles Identifikationsmerkmal

Schon wenige Wochen nach der Geburt benötigt der Welpe die ersten Impfungen. Diese werden im Impfpass des Hundes vermerkt. Der Impfpass ist ein Ausweisdokument, das gelegentlich bei den Behörden vorgelegt werden muss, zum Beispiel bei der Reise ins Ausland, um den aktuellen Impfstatus zu belegen. Sollte der Hund trotz guter Erziehung doch einmal einen Menschen beißen, wird der behandelnde Arzt diesen Pass einsehen wollen. Auch er muss sich von der Aktualität der Schutzimpfungen überzeugen.

Wer einen Rassehund vom Züchter erwirbt, erhält die Papiere des Zuchtverbandes einschließlich der Ahnentafel. Letztere dient dazu, die Vorfahren des Hundes darzustellen und ihre Verwandtschaftsbeziehungen untereinander zu symbolisieren. In diesen Papieren findet auch der Name des eigenen Hundes seinen Platz. Längst nach dem Tod des Vierbeiners wird dieser noch präsent sein. Daher lohnt es sich, den Hundenamen reiflich zu überlegen.

Allgemeine Hinweise zur Auswahl des Hundenamens

Heute nennt kaum noch jemand seinen Hund Ajax oder Bello, da diese Hundenamen unmodern geworden sind. Dennoch sind sie nicht die schlechtesten. Sie erfüllen nämlich gleich zwei Fakten, die einen guten Hundenamen ausmachen: Diejenigen mit einer Silbe oder mit zwei Silben lassen sich gut rufen. Enthält der Name mindestens einen Vokal, wird er vom Hund gut verstanden.

Viele Hundebesitzer wählen den Namen für ihren Vierbeiner nach modischen Einflüssen aus. Dagegen spricht nichts. Wenn allerdings auf dem Hundeplatz vier Lunas und fünf Rockys um die Wette toben, wird es für den Hundebesitzer schwer sein, genau seinen Hund abzurufen. Etwas Kreativität kann also nicht schaden.

Hundenamen von Rüden unterscheiden sich häufig von denen der Hündinnen. Dieser Aspekt hängt eher mit der Wertschätzung des Hundes zusammen als dass er auf den Erfolg in der Erziehung einen Einfluss hätte. Weibliche Namen enden oft auf den Buchstaben A oder E, männliche auf O oder einen Konsonanten. Für beide Geschlechter anwendbar sind unter anderem diejenigen, die mit einem Y aufhören.

Hundenamen sollten in gleich mehrfacher Hinsicht nicht zu Verwechslungen führen. Bewacht das Grundstück nebenan ein Rocky, wäre es ungünstig, den eigenen Hund Flocky zu nennen. Man möchte ja nicht, dass beide gleichzeitig heraneilen. Ein Hund namens Klaus kann mit dem Kommando Aus in Konflikt kommen. Überhaupt ist es wichtig, dass der Hund seinen Namen nie mit einem Befehl durcheinanderbringt. Das lässt sich verhindern, indem ein zwei- oder mehrsilbiger Hundename verwendet wird. Die meisten Kommandos beinhalten lediglich eine Silbe.

Inspirationen zur Wahl des Hundenamens

Der Hundenname kann passend zur Hunderasse ausgesucht werden. Warum sollte ein kleiner Hund mit flauschigem Fell nicht Wuschel heißen? Der Bernhardiner erhält nicht selten den ehrenvollen Namen Beethoven, den er einem Fernsehfilm zu verdanken hat. Beim Deutschen Boxer denkt so mancher Hundehalter an berühmte Sportler und nennt ihn Rocky, Thyssen oder Henry. Der Rottweiler mutet schon von Weitem wie ein Rambo an. Der quirlige Jack Russell Terrier lässt sich mit einem Racker oder Floh vergleichen.

Auch das genaue Gegenteil von dem, was der Hund äußerlich hermacht, kann durch seinen Namen ausgedrückt werden. Wer ist nicht überrascht, wenn eine Deutsche Dogge um die Ecke gerannt kommt, die ihr Besitzer Blümchen nennt? Wer hält nicht ehrfürchtig die Luft an, wenn der Hundebesitzer nach Brutus ruft? Wie groß ist die Erleichterung dann, wenn es sich nur um einen Yorkshire Terrier handelt.

Manchmal soll es ein spaßiger Hundename sein. Entweder gehört der Besitzer zu den Menschen, die grundsätzlich fröhlich sind oder der Hund drückt in seiner Mimik so viel Lebensfreude aus, dass man gar nicht anders kann als ihn Happy, Idefix, Motte, Socke, Erbse oder Fussel zu nennen. Bevor ein solcher Name vergeben wird, sollte sich der Hundebesitzer umhören, wie häufig er in der näheren Umgebung bereits vergeben wurde. Tritt er zu häufig auf, klingt er nicht mehr originell, sondern langweilig.

Nicht selten müssen Politiker, Künstler, Comicfiguren, Götter, Film- oder Romanhelden für Hundenamen herhalten. Niemand wird einem Einstein eine gewisse Intelligenz absprechen. Goethe und Schiller zeugen eher von der Belesenheit der Hundebesitzer als von der ihrer Hunde. Auch Chopin und Pavarotti sind Hundenamen, die nicht von Kulturbanausen stammen können. Sie können als klassische Namen jederzeit gewählt werden, weil sie sich auch Generationen später noch zuordnen lassen. Ob sich allerdings in einigen Jahren zu einem Bendzko oder zu einer Egli noch ein Zusammenhang herstellen lässt, wer weiß das schon? In den Genres Pop und Schlager ist die Mode heutzutage eher kurzlebig.

Was, wenn der Hund mit einem unmöglichen Namen ins Haus kommt?

Manchmal kommt der Hund im Alter von einigen Monaten bis Jahren ins Haus. Dann besitzt er bereits einen Namen. Diesen muss der neue Besitzer nicht unbedingt leiden mögen. Was dann? Sollte der Vierbeiner umbenannt werden? Einiges spricht dafür, schließlich muss der Hundebesitzer diesen Namen täglich mehrmals aussprechen. Es würde sich auf seine Stimmlage und seine Mimik negativ auswirken, wenn er dies widerwillig macht. Die Stimmlage und die Gestik des Menschen sind für den Hund jedoch wichtige Informationen in der Kommunikation miteinander. Der Vierbeiner könnte falsche Signale empfangen. Ist der neue Hundename einmal eingeführt, sollte der Besitzer bei ihm bleiben, damit sich der Vierbeiner an ihn gewöhnt. Währenddessen muss er mit dem Hund besonders geduldig umgehen.

Bei alten Hunden kann der Wechsel des Namens Probleme machen. Die Denkleistung nimmt bei ihnen aufgrund natürlicher Alterungsprozesse immer mehr ab. Manchmal werden Hunde debil. An Erlebnisse, die schon viele Jahre zurückliegen, können sie sich unter Umständen noch erinnern. Ereignisse aus jüngster Zeit fallen ihnen nicht mehr ein. Wird der ursprüngliche Devil plötzlich Aaron gerufen, kann er mit der Anrede womöglich nichts mehr anfangen. Hier macht es Sinn, es beim alten Namen zu belassen.

Bewährte Hundenamen

Bei den Namen gibt es Klassiker wie Hasso oder Kessi, die rasseübergreifend vergeben werden. Damit liegt man immer richtig und man hebt sich vom Mainstream der exotischen Namen ab. Heutzutage tragen Hunde die gleichen Namen wie Menschen, englische Namen sind sehr populär: Rüden heißen Sammy, Rocky, Charly, Lucky oder Max und bei Hündinnen sind Luna, Trixi, Senta, Kira und Lucy die Favoriten. Ferner werden immer wieder bestimmte Namen vergeben, die besonders gut zu einer Rasse passen, beispielsweise Beethoven für den stattlichen Bernhardiner oder Daisy für die kokette Yorkshire Terrier-Dame.

Hier finden Sie eine umfangreiche Liste mit bewährten Hundenamen für Hündinnen und Rüden:

Zusammenfassung

Hundenamen sollen ihren Besitzern gefallen, aber für den Vierbeiner auch einprägsam und verständlich sein. Diejenigen mit wenigen Silben lassen sich gut rufen. Hundenamen mit langen Vokalen versteht der Hund auch auf weite Entfernungen. Die Bezeichnung für den Hund sollte so gewählt werden, dass es nicht zu Verwechslungen kommt, weder mit Artgenossen noch mit gängigen Kommandos. Das würde Verwirrungen stiften. Bei der Auswahl von Modenamen für den Hund ist Vorsicht geboten, sie können sich überholen. Hunde leben normalerweise viele Jahre. Die Mode kann währenddessen mehrfach wechseln. Kommt der Hund mit einem unbeliebten Namen ins Haus, kann ein Namenswechsel Sinn machen. Vierbeiner, die jahrelang auf denselben Namen gehört haben, sollten allerdings von der Umstellung möglichst verschont bleiben.

 

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