Die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel für den Hund

NahrungsergänzungsmittelMit einem hochwertigen Vollfutter bekommt ein Hund alle nötigen Nährstoffe, Ballaststoffe und Vitamine in ausreichender Menge. Es gibt jedoch Ausnahmesituationen, wo der Körper zusätzliche Stärkung benötigt, beispielsweise nach einer überstandenen Operation, bei erhöhter körperlicher Belastung, bei Stress oder wenn Mangelerscheinungen vorliegen. Auch die Ernährungsform BARF wird durch die Anreicherung mit Nahrungsergänzungsmitteln erst ausgewogen.

Wann sind Nahrungsergänzungen sinnvoll?

Auch für Hunde ohne spezifische Krankheiten sind zusätzliche Gaben förderlich für die Gesundheit, beispielsweise wird der Fellwechsel erleichtert oder der Atem wird frisch. Erhöhter Nährstoffbedarf besteht ebenso während und nach einer Trächtigkeit. Bei alten Tieren können Beschwerden gelindert oder besser noch vorbeugend behandelt und die Mobilität gefördert werden. Für sehr aktive Hunde, die Höchstleistungen im Sport oder bei Arbeitseinsätzen bringen, könnte die normale Fütterung zu wenig Energie liefern.

Sogar Flugangst, Reisekrankheit oder die Silvesterknallerei können mit kurmäßiger Anwendung bestimmter Nahrungsergänzungsmittel viel von ihren Schrecken verlieren.Es stehen zahlreiche Präparate zur Auswahl, davon sind viele frei verkäuflich. Zur Art der Anwendung ist eine Beratung empfehlenswert, besser noch spricht der Hundehalter beim Tierarzt vor, der in seinem medizinischen Sortiment stärker dosierte Mittel führt. Die Darreichung muss in jedem Falle genau nach Anweisung erfolgen, denn besonders die gut gemeinte Überdosierung kann nachhaltige Schäden beim Tier nach sich ziehen. Auch die Anwendungsdauer hängt vom jeweiligen Fall ab. Meist werden Nahrungsergänzungen über eine begrenzte Zeitspanne verabreicht. Bei Rohfütterung, chronischen Erkrankungen und Allergien wirkt sich eine regelmäßige und dauerhafte Anreicherung positiv aus.

Die bekanntesten Ergänzungsfuttermittel

TablettenPräparate mit unterschiedlicher Wirkung sind als Tablette, Flocke, Granulat, Pulver, Tropfen oder Globuli, Gel und Paste erhältlich. Mag der Hund das Mittel nicht fressen, gelingt die Verabreichung am besten durch Vermischen mit Nassfutter. Müssen Tabletten genommen werden oder nur wenige Globulis, kann man diese zerkleinert in etwas Hundeleberwurst oder fester Hundewurst verstecken. Ein Anti-Stress-Halsband gibt Wirkstoffe ab, die durch die Haut aufgenommen werden. Eine ganze Palette homöopathischer Mittel mit Bachblüten oder Schüsslersalzen bietet der Tiernahrungshersteller aus Bremen an.

  • Multivitaminpräparate steigern die Abwehrkräfte
  • Fischöle, Omega-Futteröle regenerieren trockene Haut, lindern Juckreiz
  • Bierhefe stärkt die Nerven und sorgt für ein schönes Fell
  • Kalk und Knochenmehl unterstützt den Aufbau von Zähnen, Knochen, Sehnen, Muskeln
  • Seealgenmehl, Holunder und Karotin sind reich an Mineralstoffen und intensivieren braune Fellfarbe
  • Chlorophyll für die Mundhygiene und als Rüdenfernhaltemittel bei läufigen Hündinnen
  • Biotin, ein B-Vitamin, verbessert Haut und Haar
  • Grünlippmuschel, Gelatine und Glukosamine erhalten die Knorpelsubstanz, bzw. Beweglichkeit der Gelenke
  • Knoblauch verlangsamt Alterserscheinungen und hält Parasiten fern
  • Spirulina gibt grünen Kauartikeln ihre Farbe, verbessert den Atem und fördert die Vitalität
  • Reisflocken mit Gemüse und Kohle regulieren durch Ballaststoffe Durchfallerkrankungen
  • Moor/Zellulose saniert die Darmflora
  • L-Carnitin sind Eiweiße, die den Muskelaufbau fördern und Körperfett reduzieren helfen
  • BARF-Mischungen zur Anreicherung mit Kräutern, Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen
  • Mineralpulver gegen Zahnbelag
Die meisten Produkte sind Mischungen des genannten Wirkstoffes mit weiteren Zutaten, weil eine so feine Dosierung eines Rohstoffes mit Haushaltswaagen kaum möglich ist. Leider wird oftmals auch versteckter Zucker als Melasse, Rübenschnitzel oder Hefeextrakt hinzugefügt, damit der Hund es akzeptiert. Gelatinehaltige Sticks oder Kapselhüllen kommen größtenteils vom Schwein. Verfechter naturbelassener Ergänzungsfuttermittel können ihrem Hund einmal wöchtentlich ein rohes Eigelb unters Futter mischen. Das Eiweiß ist roh schlecht verträglich und sollte abgekocht gegeben werden. Auch zerkleinerte Eierschale liefert Calzium. Ein frischer Fleischknochen mit Knorpel bringt Abwechslung auf den Speiseplan und beschäftigt den Hund, vielleicht verschenkt der Metzger sogar Nebenprodukte an seine Stammkunden. Einmal wöchentlich kann Knochen gegeben werden, zuviel davon erzeugt Verstopfung. Vorsicht bei gekochten Geflügelknochen, diese können splittern und sich beim Verschlucken im Hals festsetzen.

 

 

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