10 Tipps gegen Hundehaare im Haus

Hundehaare im HausHundehaare auf Teppichen, Möbeln und an der Kleidung sehen unschön aus, lassen sich aber nicht immer vermeiden. Um sie schnell wieder loszuwerden, gibt es einige Empfehlungen.


Tipp 1: Die Hunderasse mit Bedacht auswählen

Wer sich bisher für keine Hunderasse entschieden hat, sollte sich vor der Anschaffung über die gewünschte Fellbeschaffenheit des potentiellen Vierbeiners Gedanken machen. Hundehaar-Allergiker sind mit einer nicht haarenden Rasse wie dem Pudel oder dem West Highland White Terrier beziehungsweise mit einem haarlosen Nackthund gut beraten. Ansonsten haaren langhaarige und kurzhaarige Rassen etwa gleich viel. Allerdings setzen sich kurze Hundehaare schnell ab, während lange Haare aufwirbeln und sich eher in der gesamten Wohnung verteilen. Hunde mit einer Unterwolle verlieren diese beim Fellwechsel zusätzlich zum Deckhaar.


Tipp 2: Das Fell des Hundes regelmäßig bürsten

Der beste Schutz vor Hundehaaren auf Teppichen, Kleidungsstücken und Möbeln ist die regelmäßige Fellpflege.

Bei einigen Rassen ist das tägliche Kämmen beziehungsweise Bürsten ohnehin Pflicht, da die Haare des Hundes ansonsten verfilzen. Anderen würde eine wöchentliche Pflege ausreichen, doch um die Einrichtung sowie Hosenbeine vor lästigen Hundehaaren zu schonen, darf ruhig häufiger zum Pflege-Utensil gegriffen werden. Lange Haare lassen sich mit dem grobzinkigen Kamm am besten entwirren, für kurze empfehlen sich die Bürste oder der Striegel. Der Fellpflege-Handschuh dient ebenfalls dem Entfernen von losem Fell und gönnt dem Vierbeiner Massage-Einheiten.


Tipp 3: Abgestorbenes Unterfell auskämmen

Beim Unterfell des Hundes handelt es sich um besonders dünne und weiche Haare unterhalb des Deckhaars, die sehr dicht beieinander stehen. Sie besitzen isolierende Eigenschaften, von denen der Vierbeiner im Freien bei Kälte profitiert. In der Wohnung möchte man die abgestorbenen Haare aber nicht vorfinden. Daher sollten sie aus dem Fell beseitigt werden, bevor sie anderweitig anhaften. Das sogenannte Carding bezeichnet das Entfernen der Unterwolle. Es wird zweimal im Jahr durchgeführt und zwar während des Fellwechsels. Für diese Art der Fellpflege stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, beispielsweise spezielle Bürsten und Kämme mit geschwungenen Klingen, die Verfilzungen gleich mit entfernen.

Tipp 4: Regelmäßige Reinigungsintervalle der Wohnung einplanen

Wenngleich die Hausarbeit nicht jedermanns Sache ist, sollten Hundebesitzer glatte Fußböden wie Laminat und Fliesen mehrmals pro Woche, am besten täglich, abfegen. Dann nämlich sammeln sich „Wollmäuse“ gar nicht erst unter Schränken und Betten an, die immer wieder aufgewirbelt und durch die Wohnung getragen werden, so dass sie sich letztlich auf Polstern und Teppichen festsetzen, wo sie sich nur schwer wieder entfernen lassen. Den Schmutz, der von den Pfoten abfällt und aus dem Fell herausrieselt, nimmt der Besen gleich mit. Teppiche müssen regelmäßig gründlich abgesaugt werden, damit sich die losen Hundehaare vergleichsweise leicht entfernen lassen. Wird dies unterlassen, massiert man sie beim Begehen des Floors richtig in das Gewebe ein. Dann müssen mehr Zeit und Kraft eingeplant werden, bis der Teppich wieder sauber strahlt. Ähnlich ist es mit Hundehaaren auf Sofas, Sesseln und anderen Polstern.

Tipp 5: Den richtigen Staubsauger verwenden

Wer hat schon Lust und Laune, täglich den Staubsauger aus dem Schrank zu holen und umständlich mit dem Kabel von Raum zu Raum zu hantieren? Das muss auch nicht sein, denn inzwischen bietet der Handel leistungsstarke Handstaubsauger-Modelle an, die mit einem wiederaufladbaren Akku betrieben werden. An der Ladebox, die direkt in die Steckdose geführt wird, befindet sich die Haltevorrichtung für den Staubsauger. So hat man ihn jederzeit schnell zur Hand. Eine andere Möglichkeit, die sich insbesondere zur Reinigung von Betten und Polstermöbeln eignet, ist der Handstaubsauger. Mit ihm gelangt man bis in hintere Ecken. Der handelsübliche Bodenstaubsauger kann mit einer Turbo-Bürste nachgerüstet werden. Sie beseitigt auch Haare und Fusseln, die tiefer zwischen die Teppichfasern gelangt sind. Hundebesitzer profitieren von beutellosen Modellen. Sie schonen den Geldbeutel.

Tipp 6: Polster ganz leicht reinigen

Wenn das Beseitigen von Hundehaaren einmal schnell gehen muss, bietet sich die Fusselrolle als funktionelles Hilfsmittel an. Sie enthält ein Klebeband, an dem die Haare haften bleiben. Nach und nach wird es abgezogen, bis die Rolle aufgebraucht ist. Für die meisten Modelle werden Ersatzrollen angeboten. Gummierte Flächen eignen sich ebenso zum Entfernen von Hundehaaren. Beispielsweise können Gummihandschuhe sowie Bürsten und Besen mit Gumminoppen zum Einsatz kommen. Sind auch diese nicht zur Hand, dient eine ausrangierte Strumpfhose aus Nylon als Ersatz: einfach über die Hand ziehen und mit dieser über das Polster streichen.

Tipp 7: Glatte Materialien bei Polstermöbeln bevorzugen

Steht der Neukauf von Polstermöbeln an, entscheiden sich Hundebesitzer am besten für Obermaterialien, die sich leicht reinigen lassen. Leder, Kunstleder und glatte Stoffe lassen sich gut mit dem trockenen oder feuchten Lappen abwischen, der Hundehaare ebenso wie Pfotenschmutz entfernt. Samt und Plüsch hingegen halten Hundehaare scheinbar fest und erfordern den Einsatz der Bürste beziehungsweise des Handstaubsaugers.

Tipp 8: Langfloorige Teppiche entfernen

Es gibt eine effektive Möglichkeit, sich vor Hundehaaren auf Teppichen zu schützen: Hundehalter wählen einfach einen anderen Bodenbelag. Insbesondere langfloorige Flokatis, die den Füßen so schmeicheln, haben in Hunde-Haushalten nichts verloren. Es sei denn, man möchte mit der Hausarbeit viel Zeit verbringen.

Tipp 9: Kleidung im Wäschetrockner enthaaren

Fast wie durch ein Wunder entfernt der elektrische Wäschetrockner anhaftende Hundehaare von trockener Kleidung. Schon einige Umdrehungen unter der Einwirkung von Luft lassen Hosen, Blusen und Hemden wieder hundehaarfrei aussehen. Anschließend werden das Flusensieb gereinigt und die Trommel feucht ausgewischt. Nicht, dass sich die gerade entfernten Haare an den nachfolgenden Trockengang heranmachen.

Tipp 10: Für das Auto eine Hundebox anschaffen

Die Wohnung ist sauber, die Kleidung auch. Und wie sieht es im Auto aus? Wenn der Vierbeiner auf dem Rücksitz mitfährt, sollte er auf einer eigenen Decke liegen. Im Kofferraum empfiehlt sich die gummierte Kofferraummatte, die sich leicht reinigen lässt und den Hundepfoten gleichzeitig Sicherheit bietet. Noch besser ist die Anschaffung einer Hundebox, die die Rundum-Verschmutzung des Kofferraums verhindert. Hundeboxen werden in unterschiedlichen Varianten angeboten. Sollen im Fahrzeug zusätzlich zum Hund die Kinder und das Gepäck befördert werden, ist die einfache Box ideal, weil sie im Kofferraum Stauraum für Koffer und Taschen lässt. Ist der Hund häufig mit Herrchen oder Frauchen allein im Auto unterwegs, ist die Anschaffung einer doppelten Hundebox ratsam. In ihr kann sich der Vierbeiner bei Bedarf umdrehen oder hinlegen.

Bild: © Schnueffelfreunde.de / Tobias Meier