Transportboxen für Hunde

TransportboxTransportboxen für Hunde gibt es in verschiedenen Farben, Formen und auch unterschiedlichen Materialien. Die Preisunterschiede sind teils sehr hoch. Doch nicht jede Box eignet sich für dieselben Einsatzgebiete. Vor dem Kauf sollte man sich also fragen: Zu welchem Zweck soll die Box angeschafft werden? Auch muss man darauf achten, dass der Hund genügend Platz in der Transportbox hat, sie darf aber auch nicht zu groß sein. Wir zeigen, wie man die optimale Größe berechnet.

Einsatzgebiete

Eine Transportbox kann man für unterschiedliche Zwecke nutzen. Die meisten Menschen nutzen eine Transportbox für ihren Hund sicherlich für den Transport. Im Auto, in der Bahn, im Flugzeug. Hunde müssen gesichert reisen. Im Auto haben sie entweder einen eigenen Anschnallgurt oder müssen in einer festen Transportbox untergebracht sein. Auch für den Tierarztbesuch nutzen manche eine Transportbox für ihren Hund. Manche Hunde sind so ruhiger. Aber auch als Rückzugsort zu Hause ist die Transportbox geeignet.
Mit Decken und Kissen ausgelegt nehmen Hunde die Box rasch an. Es ist für sie wie ihre eigene kleine Höhle. Sie fühlen sich darin sicher und kuscheln sich richtig ein. Im Endeffekt ist die Transportbox nichts anderes als die Hundehütte für drinnen.

Stressfreie Gewöhnung

Damit der Hund die Transportbox annimmt, sollte er mit der Box positive Eindrücke verbinden. Hier ein paar Tipps, damit die Gewöhnung möglichst stressfrei und erfolgreich verläuft.

  1. Man sollte den Hund niemals unter Druck setzen. Geben Sie ihm die Zeit, die er braucht, um sich die Box anzusehen. Er sollte selbst entscheiden, wann er die Box das erste Mal betritt. Die Tür sollte anfangs niemals geschlossen werden, ansonsten könnte der Hund in der Box Panik kriegen.
  2. Eine vertraut riechende Decke oder ein Liegekissen können den Hund motivieren, die Box zu betreten. Grundsätzlich sollte die Box immer mit einer weichen Liegemöglichkeit ausgelegt sein.
  3. Ein paar versteckte Leckerlis in der Box können wahre Wunder bewirken. Die meisten Hunde überwinden so ihre Angst schnell.
  4. Erkunden Sie die Box gemeinsam. Setzen Sie sich daneben, zeigen dem Hund die Box, tun sie ganz interessiert. Je nach Größe der Box können Sie auch mal den Kopf hineinstecken und den Hund animieren, dazu zukommen.
  5. Vermeiden Sie laute Umgebungsgeräusche. In dem Moment, wenn der Hund seine Angst oder Skepsis überwindet, sollten keine hektischen Bewegungen erfolgen oder laute Geräusche erfolgen. Der Hund würde dies schnell mit der Box verknüpfen und die anfänglichen Erfolge wären dahin.
  6. Üben Sie das Hinein- und Hinausgehen! Gern mit der Bestätigung über Leckerlis.
  7. Hat der Hund die Box soweit gut angenommen, kann begonnen werden, die Tür zu schließen. Zu Beginn sollte der Hund nicht allein gelassen werden! Wird der Hund unruhig sollte man beruhigend mit ihm reden. Durch Öffnungsklappen, die die meisten Boxen haben, kann man den Hund streicheln. Sobald er sich beruhigt hat, wird die Tür wieder geöffnet.

Hinweis: Den Hund nicht beim Öffnen der Tür loben! Es könnte sein, dass er das Öffnen mit etwas Positivem verbindet und plötzlich ein Problem mit dem Schließen der Box hat. Loben Sie ihn erst, wenn er ruhig und entspannt aus der Box herausgekommen ist.


Materialien

Transportboxen gibt es aus unterschiedlichen Materialen. Manche Materialien eignen sich besser für spezielle Einsatzgebiete als andere.

Hundeboxen aus Nylon sind am leichtesten und flexibel, allerdings wenig strapazierbar. Nylon-Boxen können zusammengefaltet und so überall platzsparend untergebracht und mitgenommen werden. Der Auf- und Abbau gestaltet sich als einfach und schnell. Zum Transport eignet sich diese Transportbox nicht. Als Schlafhöhle für zu Hause dagegen schon. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Das liegt an der sehr verschieden hohen Qualität. Manche Nylon-Boxen haben einen zusätzlichen Aluminium-Rahmen, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten. Teurere Nylon-Boxen sind widerstandsfähiger gegen Knabber- und Kauversuche.

HundeboxHundeboxen aus Kunststoff haben ein geringes Gewicht und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die ist leicht zu reinigen und gibt es in allen erdenklichen Größen zu kaufen. Für den Transport auf Reisen eignet sich diese Box sehr gut. Man sollte auf eine gute Belüftung und abgerundete Ecken und Kanten achten. Tragegriffe erleichtern bei kleinen Boxen den Transport, größere Boxen werden oft mit Rollen verkauft. Bei Nicht-Gebrauch lässt sich die Kunststoff-Hundebox allerdings nur unzureichend auseinanderbauen und nimmt daher in der Lagerung auch viel Platz weg.

Hundeboxen aus Aluminium haben die höchste Sicherheit und Stabilität. Viele sind auch auseinanderbaubar und nehmen so nur noch wenig Platz weg. Meistens sind die Boxen vorn abgeschrägt. Daher sind diese Boxen für den Kofferraum perfekt geeignet und bieten gleichzeitig dem Hund ausreichend Platz. Auch hier sollte auf eine gute Belüftung geachtet werden. Diese Boxen sind sehr strapazierfähig und halten meist ein Hundeleben lang. Allerdings haben Aluminium-Boxen das höchste Eigengewicht. Sie eignen sich vor allem für große Rassen und Riesenrassen.

Was bedeutet IATA?

TransportboxIATA steht für International Air Transport Association. Dies ist ein Dachverband, der von Fluggesellschaften gegründet wurde. Die IATA gibt Regularien vor, um Menschen, Tiere und andere Fracht sicher über die Luftwege zu transportieren. Eine Vereinheitlichung der Tickets und Gepäckbeförderung beschleunigt die Prozesse rund um den Flug. Wenn man eine Flugreise mit seinem Vierbeiner antreten möchte und er zu groß ist, um als Handgepäck durchzugehen, sollte man bei der Transportbox darauf achten, dass diese den Richtlinien der IATA für Tiertransportboxen entspricht.

Die Richtlinien besagen, dass der Hund in der Box bequem stehen und sich umdrehen kann. Die Box sollte stabil sein. Daher sind die meisten Boxen für Flugreisen aus Kunststoff, da sie genügend Schutz und Belüftung gewährleisten, dabei aber selbst ein geringes Eigengewicht haben. Die Mitarbeiter an Flughäfen sind sehr pingelig, was der Transport von Tieren angeht, daher sollte man sich penibel an die Vorgaben halten.

Welche Box ist die Richtige für meinen Hund?

Um die richtige Hundebox zu finden, sollte man sich vorher ein paar Fragen stellen.

  1. Wie groß ist mein Hund?

Wie man dies ausrechnet, besprechen wir weiter unten. Allerdings sollten Boxen für große oder sehr große Hunde ausreichend Stabilität aufweisen. Kunststoffboxen oder die aus Aluminium eignen sich hier am besten. Je größer der Hund, desto stabiler muss die Transportbox sein!

  1. Für welchen Zweck brauche ich die Transportbox?

Wird die Transportbox als Schlafplatz dienen oder als Transportmöglichkeit für den Hund? Wird die Box an einem festen Ort stehen oder auch hin- und hergeräumt werden müssen? Soll die Box regelmäßig den Standort wechseln, sollte man ein leichtes Modell wählen. Wird die Transportbox hauptsächlich zum Transport im Auto genutzt, sollte die sehr stabil sein. Als einfacher Schlafplatz tut es meist auch eine günstige Box aus Nylon.

  1. Welches Budget habe ich?

Grundsätzlich sollte man beim Kauf einer Hundetransportbox nicht knauserig sein. Immerhin hängt die Sicherheit des Vierbeiners von dieser Box ab. Zum Glück gibt es viele verschiedene Hersteller und Varianten, die mitunter hohe Preisunterschiede aufweisen.Eine stabile, gut verarbeitete Hundebox kostet ihr Geld und ist dieses auch wert. Dennoch sollte man auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten.

Insgesamt lässt sich zusammenfassen: Ist der Hund klein bis mittelgroß oder wird die Box ausschließlich als Schlafplatz und Rückzugsmöglichkeit in der Wohnung genutzt, kann sie einige Nummern größer ausfallen und aus Stoff oder Nylon sein. Benötigen sie eine Box für unterwegs, eignet sich Kunststoff sehr gut. Für große Hunde oder einen sehr häufigen oder dauerhaften Einsatz im Auto ist eine Hundebox aus Aluminium sehr zu empfehlen.

Wie finde ich die richtige Größe?

Um die richtige Größe der Transportbox zu ermitteln, muss der Hund vermessen werden.

Für die Länge misst man den Hund von der Nasenspitze bis zum Ende der Rute. Danach wird die Beinlänge gemessen. Nun rechnet man:

Gesamtlänge + halbe Beinlänge = Optimale Länge der Hundebox

Für die richtige Höhe misst man den Hund vom Boden bis zum Schädel, oder bei Hunden mit Stehohren, bis zu den Ohrenspitzen.

Höhe bis Schädel/Ohrenspitzen + 3-5 cm = Optimale Höhe der Transportbox

Bei der Breite hält man sich an die Empfehlung, dass die Box in etwa doppelt so breit sein sollte, wie der Hund selbst.

2 x Breite des Hundes = Optimale Breite der Box

Um das nochmal zu veranschaulichen, ein Rechenbeispiel:

Der Hund ist von der Nasenspitze bis zur Rute 60cm lang. Die Beinlänge beträgt 30cm. Man rechnet: 60cm + 15cm = 75cm, also liegt die optimale Länge der Box bei 75cm.

Der Hund hat Hängeohren, daher misst man bis zum Schädel. Hier sind es 45cm vom Boden aus gemessen. Die Box sollte also eine Höhe zwischen 48 und 50cm haben.

Der Hund ist an der breitesten Stelle (beim Brustkorb) 25cm breit, also sollte die Box etwa 50cm breit sein.

Die optimale Box hätte nun also folgende Maße (LxHxB): 75×48-50x50cm

Liegt man mit der ermittelten Größe zwischen zwei Größen, sollte man die größere Größe wählen. Generell sollte sich der Hund in der Box ohne große Anstrengung drehen und bequem legen können. Achten Sie aber auch darauf, dass die Hundebox nicht zu groß ist. In einer zu großen Box könnte der Hund bei dynamischen Fahrmanövern zu sehr in der Hundetransportbox umher geschleudert werden.

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