Tierkrankenversicherung

TierkrankenversicherungDie meisten Hundebesitzer haben eine Hunde-Haftpflichtversicherung. Aber kaum ein Hundebesitzer hat eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen. Woran liegt das?

Auf die Notwendigkeit einer Haftpflichtversicherung für den Vierbeiner wird man an vielen Stellen hingewiesen. Meist findet sich ein solcher Hinweis bereits in den Unterlagen der Züchter. Außerdem kennt man die Bedeutung einer Haftpflichtversicherung bereits von sich selbst, denn schließlich gehört die allgemeine Haftpflichtversicherung zur Basis des Versicherungsschutzes. Die Notwendigkeit beim Haustier leuchtet da schnell ein. Was, wenn der eigene Hund einen Unfall verursacht, oder jemanden beißt?

Obwohl auch die Krankenversicherung beim Menschen zur Grundversorgung gehört, ist sie beim Hund deutlich weniger weit verbreitet. Größere gesundheitliche Probleme beim „besten Freund des Menschen“ möchte man sich einfach nicht vorstellen. So wird dieses Thema oft verdrängt oder auf später verschoben.

Doch dann droht eine große Überraschung, wenn z.B. mal eine größere Operation beim Hund ansteht. Einer forsa-Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung zufolge kommen solche Operationen deutlich häufiger vor, als viele Hundebesitzer denken. 42% aller Hunde wurden der Untersuchung nach schon einmal operiert. Mit 48% lagen fast die Hälfte aller Operationskosten über 500€ und 6% der Operationen über 2.000€. Wenn der Hund krank wird, kann eine solche Summe die Haushaltskasse schnell sprengen.

Ist eine Tierkrankenversicherung Pflicht?

Die Tierkrankenversicherung ist eine freiwillige Versicherung. Eine gesetzliche Verpflichtung gibt es für Haustiere nicht. Vielmehr schützt die freiwillige Zusatzversicherung vor überraschenden Kosten.

Welche Leistungen übernimmt eine Tierkrankenversicherung?

Eine Tierkrankenversicherung übernimmt in einem solchen Fall die Untersuchungs- und Behandlungskosten. Dazu gehören neben der Erstuntersuchung auch weiterführende Behandlungen wie Röntgen, eine möglicherweise notwendige Operation und die Betreuung nach einem Eingriff. Denn nach einer OP muss der Hund oft noch einige Tage beim Tierarzt unter Beobachtung bleiben. Die Unterbringung und Verpflegung sind ebenfalls nicht ganz billig und werden durch eine gute Tierkrankenversicherung abgedeckt – ganz wie beim Menschen der Krankenhausaufenthalt.

Ganz wichtig dabei: der Tierarzt darf frei gewählt werden, so dass man auf einen bekannten Tierarzt zurückgreifen kann, dem man vertraut und der den Hund bereits von vorigen Untersuchungen und Impfungen kennt.

Wann kann eine Operation beim Hund notwendig sein?

Größere gesundheitliche Probleme haben bei Hunden in der Regel zwei Ursachen: Unfälle oder Krankheiten.

Unfälle

Unfälle können unter anderem beim Spielen mit Artgenossen, beim Herumtollen im Garten oder Gestrüpp oder im Straßenverkehr passieren. Dazu gehören Beißwunden durch andere Hunde, Verletzungen durch Hängenbleiben und Stürze beim Laufen, oder Kollisionen mit Fahrzeugen. Dabei können schnell Verletzungen entstehen, die genäht werden müssen oder im schlimmsten Fall größere Operationen notwendig machen.

Krankheiten

Krankheiten entstehen langsamer. Hier ist oft entscheidend, wie schnell sie entdeckt und diagnostiziert werden können. Auch beim Hund können Alterserscheinungen wie Arthrose auftreten, aber auch Krankheiten wie Krebs, bei denen Tumore entfernt werden müssen.

Egal, was die Ursache ist, jede Operation stellt einen großen Eingriff und damit eine hohe Belastung für den Hund dar. Als Hundebesitzer hat man mit der Pflege und dem Beistand schon alle Hände voll zu tun. Gut, wenn man sich in einer solchen Belastungssituation nicht auch noch um die hohen Kosten Sorgen machen muss.

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Bildnachweis: Gothaer Versicherungsbank VVaG

 

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