Der Hund zieht an der Leine – was tun?

Hund zieht an LeineDie Leine ist maximal gespannt, der Hund zerrt, teilweise bis er kaum noch Luft bekommt und man selbst als Hundehalter versucht nur noch dagegen an zu halten. Dieses Szenario spielt sich für viele Hundehaltert leider tagtäglich ab. Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass ein Hund so dermaßen an der Leine zieht? Und, noch viel wichtiger, wie kriegt man es ihm jetzt wieder schnell abtrainiert? – Die gute Nachricht vorweg: Jeder Leinenrambo lässt sich so erziehen, dass entspannte Gassi-Gänge wieder möglich sind.

3 Gründe, warum der Hund an der Leine zieht

Bevor das Problem behoben werden und mit dem Leinentraining begonnen werden kann, muss man verstehen, warum der Hund an der Leine zieht. Denn je nach Situation kann das Ziehen an der Leine unterschiedliche Bedürfnisse des Hundes widerspiegeln.

    1. „Da riecht das aber so gut!“
    Gelegentliches Ziehen an der Leine ist tatsächlich kein Grund zu Sorge. Durch die Leine, die bei vielen die Länge von etwa zwei Metern kaum übersteigt, schränken wir den Hund aktiv ein. Klar, oft ist es nur zu seinem Besten oder aber, weil eine Leinenpflicht existiert, trotzdem sollte man sich immer vor Augen führen, dass das an der Leine führen ein Eingriff in den Bewegungsradius des Hundes darstellt. Wenn es dann an einer Ecke besonders gut riecht, oder der Hund seinen Kumpel auf der anderen Straßenseite erspäht, ist das Ziehen an der Leine praktisch vorprogrammiert. Hier geht mit ihm die Neugier oder auch Freude durch und der Hund möchte, so schnell es geht, zu dem Objekt der Begierde hin. Wenn einen dieses gelegentliche Ziehen nicht weiter stört, ist nicht unbedingt Handlungsbedarf vorhanden. Ist man diese kurzen Zieh-Attacken jedoch leid oder nehmen sie im Alltag überhand, gibt es ein paar kleine Tricks, wie man dem Hund dies wieder schnell und einfach abgewöhnen kann.
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    2. „Ja, endlich passiert mal was!“
    Wir haben alle einen Alltag, der mitunter sehr vollgestopft und stressig sein kann. Hunde ordnen sich lieber unter und akzeptieren, dass man auch mal nicht so viel Zeit für sie hat. Dennoch sollte man eines nicht vergessen: Wenn die Beschäftigung ausbleibt, langweilen auch Hunde sich. Der eine lässt sich dies vielleicht gar nicht ansehen, während der nächste anfängt, sein Spielzeug oder Möbel zu zerstören. Aufgestaute Energie kann sich demnach auch als Ziehen an der Leine bemerkbar machen. Die Spaziergänge sind für einen Hund die Tageshighlights. Er kommt raus, trifft auf andere Gerüche und Artgenossen. Die Situation an sich ist also schon aufregend genug. Hat der Hund nun zusätzlich einiges an Energie angestaut, überdreht er schnell und zieht folglich ordentlich an der Leine.
    3. „Ich bin der Chef, ganz klar!“
    Der letzte Grund, warum Hunde häufig an der Leine ziehen, ist etwas tiefer verankert und bedarf zur Korrektur intensive Beziehungsarbeit zwischen Mensch und Hund. In einem Wolfsrudel beispielsweise geht meist der Alpha-Wolf, dicht gefolgt von seiner Alpha-Wölfin, voran. Hin und wieder toleriert er auch, dass kleine quirlige Wolfswelpen ihn überholen, während sie gemeinsam Faxen machen, aber grundsätzlich gibt er die Richtung vor. So sollte es sich eigentlich auch zeigen, wenn Mensch und Hund gemeinsam Gassi gehen. Der Mensch gibt die Richtung vor, der Hund folgt. Geht jedoch der Hund immer voran und achtet überhaupt nicht auf seinen Menschen kann ein ernsthaftes Rangordnungsproblem vorliegen. In so einem Fall sieht sich der Hund quasi als Chef und gibt damit auch die Richtung vor. Häufig haben Besitzer von Hunden mit einer starken Persönlichkeit diese Probleme, da hier eindeutig mehr Erziehungsarbeit von Nöten ist, um den Hund in seine Schranken zu weisen.

5 Tipps, wie dein Hund nicht mehr an der Leine zieht

Hat man nun die Ursache für das Ziehen an der Leine entdeckt, kann man aktiv dagegen an arbeiten. Je länger das Problem jedoch bestand, desto länger wird es auch dauern, bis der Hund ein anderes Verhalten zeigt. Eine Kombination aus den gleich vorgestellten Maßnahmen macht am meisten Sinn, wobei es vom Mensch-Hund-Team abhängt, welche Maßnahmen miteinander kombiniert werden.

    1. Richtungswechsel
    Die einfache Möglichkeit, die sofort auf jedem Spaziergang angewendet werden kann, ist der Richtungswechsel. Wenn der Hund die ganze Zeit wie verrückt nach vorn zieht, dreht man als Mensch einfach um und geht in die entgegengesetzte Richtung weiter. Durch die Verbindung von Mensch und Hund an der Leine wird der Hund folgen müssen. Viele Hunde werden so aus ihrem „Tunnel“ hinausgezogen und sind erst einmal total verwirrt, was das nun soll. So erreicht man, dass der Hund seine Aufmerksamkeit wieder auf den Besitzer lenkt und abwartet, was nun passiert. Der Richtungswechsel ist damit das einfachste Werkzeug, um dem Hund zu sagen: „Hallo, ich bin auch noch da!“. Konsequent umgesetzt, das heißt, sobald der Hund an der Leine zieht, erfolgt ein Richtungswechsel, wird man schnell eine Besserung bemerken können.
    2. Mehr Auslastung im Alltag
    Im Alltag sollte man darauf achten, dass der Hund nicht zu kurz kommt. Auch in stressigen oder arbeitsintensiven Zeiten muss der Hund auf seine Kosten kommen können. Dafür muss man sich vielleicht auch immer mal wieder etwas Neues ausdenken oder Routinen umstellen, aber es lohnt sich. Mit genügend Beschäftigung ist der Spaziergang nicht mehr das einzige Tageshighlight, wo der Hund auf seine Kosten kommen kann. Merke: Wenn der Hund gut ausgelastet ist, gestalten sich auch die Gassi-Gänge deutlich entspannter!
    3. Wechsel auf Geschirr oder Halsband
    Vielleicht liegt das Ziehen aber auch am Halsband oder dem Geschirr. Tatsächlich kommen manche Hunde mit einem Geschirr oder Halsband nicht klar. Um diesem unangenehmen „Ding“ zu entkommen, beginnen sie zu ziehen. Quasi, weil sie versuchen, davon weg zu kommen. Blöd nur, wenn das unangenehme Gefühl bleibt. Also wird der Hund immer doller zu ziehen beginnen. Tatsächlich kann der Wechsel auf ein Geschirr oder ein Halsband, je nachdem was man vorher verwendet hat, bereits die Lösung des Problems sein.
    4. Beziehungsarbeit
    Hat man tatsächlich im Verdacht, dass der Hund zieht, weil er denkt, er sei der Chef, steht dem Mensch-Hund-Team eine etwas längere Korrektur bevor. In so einem Fall muss dem Hund deutlich klargemacht werden, wer wirklich der „Chef“ ist. Hier kann und sollte man sich professionelle Hilfe von einem Hundetrainer holen, um einerseits die Baustellen aufzudecken und gezielt zu bearbeiten und um andererseits dann schnell Erfolge feiern zu können.
    5. Spaziergang aktiv gestalten
    Der Gassi-Gang ist grundsätzlich nicht nur dafür da, dass sich der Hund löst und man so schnell wie möglich wieder ins Haus kommt. Man sollte den gemeinsamen Spaziergang als kleines Abenteuer verstehen, auf dem man gemeinsam neue Dinge entdeckt. Ändert man seine eigene Einstellung zu dem Gassi-Gang und ist aktiv mit dabei, zeigt dem Hund interessante Objekte oder baut gar eine kleine Trainingseinheit ein, wird der Hund auch mit viel mehr Aufmerksamkeit dabei sein. Er wird sich fragen, was Herrchen oder Frauchen wohl als nächstes entdecken. So lenkt man die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich selbst. Und das Beste: Ganz nebenbei vergisst der Hund an der Leine zu ziehen!
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