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Trennungsangst beim Hund

Trennungsangst bei HundenIhr Hund mag glücklich aussehen, wenn Sie zurückkommen, doch in Wahrheit erlebt er möglicherweise seelische Qualen, die ihm sehr zusetzen. Trennungsangst beim Hund kann bei jeder Rasse und in jedem Alter auftreten.

Hunde sind Rudeltiere

Wussten Sie, dass Trennungsangst der zweithäufigste Grund ist, warum Hunde eingeschläfert werden oder die Besitzer sie abgeben? Es ist für einen Hund nicht selbstverständlich, allein gelassen zu werden. Oft reagiert das Tier auf mangelnde Bewegung und / oder dem Trennungs-Stress von ihrem menschlichen „Rudel“, indem es aufgeregt oder destruktiv ist, ständig bellt oder unruhig im Haus umherläuft. Der Grad seiner Aktivitäten kann variieren, und der Hund zeigt nur ein oder vielleicht alle der Verhaltensweisen. Möglicherweise verkennt der Halter ein Syndrom als „rassebedingt“, obwohl es in Wirklichkeit seelischen Schmerz ausdrückt, die mit Veränderungen der Persönlichkeit des Haustiers einhergehen. Es kann auf Dauer aggressiv, scheu und depressiv werden oder schlimmstenfalls anfangen sich selbst zu verletzen, Teile des eigenen Körpers exzessiv zu zerstören. Beispielsweise kaute der Schäferhund des Nachbarn so intensiv an seiner Rute, dass sie amputiert werden musste. Er hat vor Kurzem sein Lieblings-„Rudelmitglied“ verloren, und offensichtlich konnten andere Familienmitglieder diese Lücke nicht füllen. Oder der Schnauzer aus dem Tierschutz leert den Mülleimer aus und verteilt den Inhalt im ganzen Haus. Auch dies ist ein Zeichen von Trennungsangst beim Hund, weil es nur passiert, wenn die Bezugspersonen das Haus verlassen.

Ursachen von Trennungsangst beim Hund

Um Trennungsangst beim Hund zu stoppen, müssen die Besitzer zunächst verstehen, wodurch diese verursacht wird.

1. Die häufigste Ursache von Angstattacken ist die mangelnde Führungsqualität des Halters. Wir Menschen neigen eher mehr als weniger dazu, die vierbeinigen Familienmitglieder ebenfalls wie Menschen zu behandeln. In einem Rudel ist der Leithund berechtigt, den Ort zu verlassen, doch die untergeordneten Mitglieder verlassen niemals den Führer. Wenn der Haushund instinktiv seinen Besitzer als niedrigeres Mitglied als sich selbst sieht, und es verlässt ihn, kann diese Situation große Panik verursachen. Der Vierbeiner meint, seinem Schutzbefohlenen könnte etwas passieren. Wenn ein Hund seinen Menschen als Rudelführer anerkennt, wird Trennungsangst kaum oder gar nicht existieren. Dieses Problem ist jedoch nicht immer in Führungsfehlern begründet.

2. Trennungsangst beim Hund kann auch aufgrund von Unerfahrenheit auftreten. Ein Hund baut manchmal angestaute Energie über auffälliges Verhalten ab. Wenn der Besitzer geht, verstärkt es Stress und der Hund weiß nicht, was er mit seiner ungenutzten Energie anfangen soll. Vorteilhaft ist es, am Morgen vor dem Füttern mit dem Hund Gassi zu gehen und das letzte Mal zur Nacht. Damit die Gassirunde Erfolg zeigt, muss der Hund auf seinen Besitzer, den Rudelführer, fokussiert werden. Dies kann durch ein paar Übungen geschehen, die in den Spaziergang eingebaut werden. Wenn ein Hund sich mental auf seinen Besitzer konzentriert, vermittelt ihm dieses sowohl körperliche und geistige Stärke. So funktioniert ein Hundebewusstsein und erfüllt den vererbten Instinkt. Gleichzeitig entlastet es den Hund auch von der Verantwortung, die Führung einer menschlichen Gesellschaft zu übernehmen, für die er wirklich nicht geschaffen ist.

Einige Dinge, die helfen können

1. Bekommt Ihr Hund genug Bewegung? Verbringen Sie genug Zeit mit ihm? Gab es große Veränderungen in letzter Zeit? Diese und andere Fragen sollten gestellt und beantwortet werden. Manchmal bewirkt schon eine Kleinigkeit die Lösung spezieller Verhaltensprobleme. Bieten Sie Spaziergänge mit allen Familienmitgliedern an? Gehen Sie zusammen eine extra lange Tour, bevor Sie für längere Zeit abwesend sind, um die geistige und körperliche Energie vom Hund so weit wie möglich abzubauen und so der Trennungsangst und den damit auftretenden Verhatensproblemen vorzubeugen.

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2. Sind Sie Rudelführer Ihres Hundes oder ist der Hund Ihr Rudelführer? Lesen Sie gegebenenfalls dazu Beiträge über Hunde-Verhalten.

3. Machen Sie keine große Sache draus, wenn Sie das Haus verlassen. Wenn Sie zurückkommen, erledigen Sie zuerst einige andere Sachen, hängen beispielsweise Ihren Mantel auf und räumen den Einkauf weg, bevor Sie den Hund begrüßen. Die Verabschiedung von einem Hund hilft dem Menschen über die Trennung hinweg, doch in der Hundepsyche ist es ohne Bedeutung. Es ist alles für die Menschen, die nur einen Teil der alltäglichen Routine auf das Haustier übertragen. Wenn Sie traurig sind, „fühlt“ es das Haustier ebenfalls so, und es wirkt belastend.

4. Manchmal hilft ein zweiter Hund, die Trennungsangst vom menschlichen Rudel zu bewältigen. Nahe beieinander gestellte Hundeboxen oder Betten helfen den Hunden, Spannungen abzubauen, da sie nicht allein sind. Seien Sie nur sicher, dass Sie für den ersten Hund der Rudelführer sind, bevor Sie einen zweiten Hund anschaffen. Wenn Sie sich erfolgreich als Rudelführer auf den ersten Hund positionieren, er wird Ihnen helfen, dem Zweiten die Hausordnung beizubringen.

5. Wenn Sie mehr als einen Hund besitzen, aber nicht wissen, welcher Hund destruktiv ist, müssen Sie Detektiv spielen. Spähen Sie durch ein Fenster oder installieren Sie eine Webcam, um den „Täter“ dingfest zu machen.

6. Sie müssen eventuell Ihre eigene Einstellung ändern: Von nun an sollten Sie nicht zurück in die Wohnung gehen, wenn der kleine Hausgenosse weint. Ignorieren Sie schlechtes Verhalten und belohnen das gute! Wenn Sie zurück gehen, um Ihr Tier zu trösten, belohnen Sie das unerwünschte Verhalten. Für den Hund ist es verwirrend, weil dieser denkt: “ Anscheinend habe ich damit wohl das Richtige getan, damit Frauchen zurückkommt und mich lobt. “

7. Üben Sie Verabschiedungen. Lassen Sie den Hund für 2 Minuten alleine zurück, kommen danach zurück, aber ignorieren ihn für ein oder zwei Minuten, dann geben Sie ihm ein Leckerli. Erhöhen Sie die Zeit auf 5 Minuten, dann 8 Minuten und gestalten das Training so weiter, bis Sie ihn für einen längeren Zeitraum allein lassen können. Aber belohnen Sie niemals das schlechte Verhalten!

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