Warum riecht ein nasser Hund?

Warum riecht ein nasser HundWer einmal mit einem nassen Hund im Auto war, hat wahrscheinlich auch schon versucht, mit dem Kopf aus dem Fenster zu fahren.

Die häufigste Ursache

Wenn ein Hund nicht regelmäßig gebadet und gepflegt wird, können sich in seinen Haaren alle Arten von Schmutz ansammeln.

 

Es beginnt mit Resten vorangegangener Mahlzeiten um seine Schnauze, Mitbringsel von Spaziergängen am Bauch und endet mit eingetrockneten Stoffwechselprodukten unter seinen Schwanz. Wenn diese Mischung mit Wasser in Berührung kommt, werden alle diese Düfte zum Leben erweckt.
Deshalb ist es eine gute Idee, dem Vierbeiner ab und an ein Bad mit einem Hundeshampoo zu gönnen. Es schadet auch nicht, das Halsband, den Pullover und das Bett zu waschen. Besonders Rassen mit längerem Fell sollten auch gründlich gebürstet werden, um abgestorbene Haare und Verfilzungen (= Schmutzfänger) zu entfernen.


Gibt es einen medizinischen Grund für den unangenehmen Geruch?

Hunde können unter krankhaften Hautveränderungen leiden, die durch Parasitenbefall sowie sekundäre bakterielle und Pilzinfektionen verursacht werden. Betroffen sein kann jeder Bereich des Körpers, doch wenn sich Infektionen in feuchten, tiefen Hautfalten bilden, ist das besonders stinkig. Einige Hunderassen scheiden auch mehr Fett aus ihren Talgdrüsen aus, als andere. Diese Bedingungen können bereits beim trockenen Tier einen unverwechselbaren Duft erzeugen und der wird noch stärker ausgeprägt, wenn das Haarkleid nass wird. Wenn der Hund bereits einen so eigenartigen Geruch hat, wenn sein Fell trocken ist, bringt ein Besuch beim Tierarzt Klarheit. Es könnten Symptome von Haut- oder Ohrinfektionen, Analdrüsen-Probleme, Parodontitis oder Verdauungsprobleme dahinter stecken.

Was kann man tun?

Von Produkten mit Parfüm-und Duftstoffen, um den Geruch zu überlagern, ist dringend abzuraten. Diese Mittel sind nicht gesund für Hunde – und wenn sich beide Aromen mischen, wird der Geruch wohl unerträglich. Gesunden, nassen Hunden mit dickem Fell kann man eine Liegestelle vor der Heizung oder, im Sommer, draußen an einem sonnigen Plätzchen herrichten. Mit einem Handtuch trocken rubbeln und anschließend viel kämmen, um Haut und Haar gut zu belüften, damit auch die Unterwolle durchtrocknet. Normalerweise löst sich das Problem damit in Luft auf. Zur Beschleunigung der Angelegenheit gibt es auch spezielle Hundeföhns, deren Temperatur sicher auf die empfindliche Haut abgestimmt ist.

 

Bild: © Depositphotos.com / VolodymyrBur

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