Anzeichen, dass die Hündin läufig wird

Geschlechtsreife Hündinnen werden alle paar Monate läufig. Für manche ist dies eine sehr anstrengende Zeit, weil sich die Hündinnen häufig in ihrem Verhalten mäßig bis stark verändern. Außerdem muss während der Läufigkeit besonders darauf geachtet werden, dass die Hündin nicht zu engen Kontakt mit geschlechtsreifen Rüden hat, um eine ungewollte Trächtigkeit zu vermeiden. Auch für andere Hundehalter und Hundehalterinnen in der Nachbarschaft bedeutet die Läufigkeit einer Hündin immer etwas Stress, insbesondere für die HalterInnen von Rüden, die dann oft vor lauter Liebeskummer das Fressen oder Ähnliches einstellen. Wenn man jedoch die Anzeichen, dass die Hündin läufig wird, früh genug erkennt, kann man sich im Vorfeld schon einmal auf diese Zeit wappnen, anstatt dass die Läufigkeit scheinbar ganz überraschend beginnt.

Diese Anzeichen zeigen viele Hündinnen

Es gibt ein paar Anzeichen, die viele Hündinnen während der Läufigkeit zeigen. Hormonelle Veränderungen sind die Ursache für dieses Verhalten. Die häufigsten Anzeichen im Verhalten der Hündin bzw. von anderen Hunden, dass die Läufigkeit bald beginnt:

    • häufiges Urinieren
    • Hündin beginnt, zu markieren (ähnlich wie ein Rüde)
    • Duftmarken anderer Hunde werden intensiver beschnuppert
    • Rüden zeigen stärkeres Interesse an der Hündin / schnuppern deutlich länger am Hinterteil
    • Hündin putzt und leckt vermehrt den Intimbereich
    • Gehorsamkeitsprobleme: Hündin ist schlechter abrufbar / allg. „Dickköpfigkeit“
    • Hündin entfernt sich deutlich weiter vom Halter

Individuelle Anzeichen für die Läufigkeit

Manche Hündinnen zeigen ganz individuelle Verhaltensweisen, wenn die Läufigkeit ansteht. Beispiele hierfür können sein:

    • vermehrtes Kuschelbedürfnis
    • vermehrtes Schlafbedürfnis
    • stärkeres Bedürfnis nach Unabhängigkeit
    • „Zickiges“ Verhalten / Ungeduld
    • Fressunlust
    • verstärktes Territorialverhalten
    • schlechtere Konzentration im Training

Welche Anzeichen bzw. Kombinationen von bestimmten Verhaltensweisen eine Hündin bei Beginn der Läufigkeit zeigt, ist höchst individuell. Eine eher ruhige und unterwürfige Hündin kann plötzlich zickig und unliebsam mit anderen umgehen. Oder eine dominante und selbstsichere Hündin kann unsicher und zurückhaltend werden. Alle Abstufungen zwischen diesen beiden Extremen sind möglich. Am besten beobachtet man die eigene Hündin genau, dann wird man schnell herausfinden, welche Verhaltensweisen hier auf die Läufigkeit hindeuten.

Wann wird eine Hündin läufig?

Die erste Läufigkeit setzt zwischen dem 6. und 24. Lebensmonat ein, je nachdem, zu welcher Hunderasse die Hündin gehört. Kleinere Hunderassen werden in der Regel meist früher geschlechtsreif, große Hunderassen oder auch Riesenrassen haben eine deutlich längere Entwicklungszeit und werden demnach auch erst deutlich später das erste Mal läufig. Sobald die Hündin läufig wird, ist das Wachstum in der Höhe abgeschlossen.
Die erste Läufigkeit verläuft meist deutlich anders als die folgenden, da sich der Hormonhaushalt und Zyklus erst einmal einpendeln müssen. Daher kann man auf Grundlage der ersten Läufigkeit meist keine typischen Verhaltensweisen und Anzeichen, dass die Hündin läufig wird, herausfinden.


Wie oft wird eine Hündin läufig?

Im Durchschnitt werden Hündinnen zweimal im Jahr läufig. Der Abstand zwischen den Läufigkeiten liegt in der Regel bei 6 – 9 Monaten. Manche Hündinnen werden aber auch nur einmal im Jahr läufig.
Wichtig zu wissen ist, dass der Zyklus, wenn er sich erst einmal eingependelt hat, immer gleichbleibt. Daher sollte man sich immer den Start und das Ende der Läufigkeit notieren, um gegebenenfalls Abweichungen frühzeitig mitzubekommen. Diese können nämlich auf gesundheitliche Probleme hindeuten.

Gibt es Wechseljahre beim Hund?

Nein, Hunde kommen nicht in die Wechseljahre. Damit haben Hündinnen bis an ihr Lebensende mit der Läufigkeit zu tun. In stark fortgeschrittenem Alter kann es sein, dass sich der Zyklus etwas verlängert, jedoch sollten alle Abweichungen von der gewohnten Zyklusdauer mit dem Tierarzt besprochen werden, vor allem, wenn sie deutlich zu erkennen sind.

Ablauf der Läufigkeit

Der Ablauf der Läufigkeit ist in verschiedene Phasen eingeteilt. Wenn man diese Phasen kennt, ist es auch einfacher, einzuschätzen, wann man den Kontakt zu geschlechtsreifen Rüden vermeiden sollte und ab wann es wieder „Entwarnung“ gibt. Allerdings können die Übergänge zwischen den Phasen fließend sein, weshalb man insbesondere zwischen der ersten und zweiten Phase besonders Acht auf die eigene Hündin geben sollte, um eine ungewollte Trächtigkeit zu vermeiden.

1. Vorbrunst (Proöstrus)

Dauer: 3 bis 17 Tage (Durchschnitt: 9 Tage)

In der ersten Phase der Läufigkeit schwillt die Vulva der Hündin deutlich an und es setzt ein blutiger, dickflüssiger Scheidenfluss ein. Die Farbe ist tiefrot. Hündinnen halten sich in der Regel von allein sehr sauber, es sei denn, der Scheidenfluss ist sehr stark. Rüden zeigen vermehrtes Interesse an der Hündin, allerdings ist sie noch nicht fruchtbar und lässt die Interessenten nicht nah an sich ran. Dabei kann es auch schon einmal etwas gröber zugehen.

2. Brunst (Östrus)

Dauer: 3 bis 21 Tage (Durchschnitt: 9 Tage)

In der zweiten Phase der Läufigkeit verändert sich der Scheidenausfluss. Dieser ist nun wässrig und hellrot. Die Schwellung der Vulva geht nun etwas zurück. In dieser Zeit hat die Hündin mehrere Einsprünge – sie ist fruchtbar und deckbereit. Trifft die Hündin nun auf geschlechtsreife Rüden, wird sie durch das zur-Seiten-Legen ihrer Rute anzeigen, dass sie zum Deckakt bereit ist. Dies wird auch Standhitze genannt.

3. Nachbrunst (Meöstrus)

Dauer: 2 – 3 Monate

In der dritten Phase der Läufigkeit klingen die Symptome nach und nach ab. Der Scheidenausfluss wird weniger, bis er vollständig ausbleibt. Auch schwillt die Vulva nun wieder ab. Die Hündin ist nicht mehr fruchtbar. Nach außen hin zeigt die Hündin keine Anzeichen der Läufigkeit, jedoch passiert auf hormoneller Ebene noch einiges. Unabhängig, ob die Hündin trächtig ist oder nicht, wird das Hormon Progesteron produziert, welches die Embryonen bei der Einnistung benötigen. Erst nach einigen Wochen wird das Hormon vom Körper abgebaut. Durch das Abfallen des Progesterons kann es zu einer Scheinträchtigkeit kommen.

4. Ruhephase (Anöstrus)

Dauer: bis zur nächsten Läufigkeit

Die Läufigkeit ist nun vollständig abgeschlossen. Die Hündin zeigt nun keine Anzeichen einer Läufigkeit mehr. Auch innerlich passiert hier nichts: die Gebärmutter kommt zur Ruhe und der Hormonspiegel bleibt auf einem Level.

ANIfit jetzt ausprobieren!
ANIfit Online Shop

Wir empfehlen auf Grund der hochwertigen Inhaltsstoffe, dem hohen Fleischanteil und der vollständigen Zutaten-Deklaration das Nassfutter von ANIfit.

 Mit dem Gutschein-Code: schnueffelfreunde gibt es bei ANIfit einen 10% Neukunden-Rabatt. 

>> Zum ANIfit Online-Shop

Bild: © Depositphotos.com / TatyanaGl