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Du träumst von einem Hund, lebst aber in einer kleinen Stadtwohnung ohne Garten? Dann kennst du bestimmt die gut gemeinten Ratschläge aus deinem Umfeld: „Ein Hund braucht doch einen Garten!” oder „Das ist doch nicht artgerecht!” Solche Sätze verunsichern und lassen viele Hundefans ihren Wunsch nach einem Vierbeiner wieder begraben.
Aber ist da wirklich etwas dran? Spoiler: Nein. Ein Hund kann in einer Stadtwohnung sehr glücklich werden. Entscheidend ist nicht die Größe deiner Wohnung, sondern wie du euren Alltag gemeinsam gestaltest. In diesem Artikel erfährst du, worauf es wirklich ankommt und wie du deinem Hund auch auf 60 Quadratmetern ein tolles Zuhause bieten kannst.
Viele Menschen glauben, dass Hunde viel Platz brauchen und ein Garten quasi Pflicht ist. In Wirklichkeit verbringen erwachsene Hunde einen Großteil ihres Tages mit Schlafen und Dösen. Je nach Alter und Rasse ruhen sie zwischen 14 und 18 Stunden am Tag, ältere Hunde sogar bis zu 20 Stunden. Deine Wohnung ist für deinen Hund im Grunde ein großes, gemütliches Körbchen, in dem er sich sicher fühlt und zur Ruhe kommt.
Ein Garten ist zwar ein nettes Extra, ersetzt aber niemals gemeinsame Spaziergänge und Aktivitäten. Auch Hunde mit Gartenzugang brauchen täglichen Auslauf und Beschäftigung. Umgekehrt bedeutet das: Wenn du deinem Hund regelmäßige Bewegung, geistige Auslastung und deine Nähe bietest, braucht er keinen Garten, um glücklich zu sein.
Bevor du dich für einen Hund entscheidest, solltest du ehrlich prüfen, ob dein Lebensstil zu einem Vierbeiner passt. Die Wohnungsgröße ist dabei tatsächlich einer der unwichtigeren Punkte. Viel entscheidender sind folgende Fragen:
Ist regelmäßig jemand zu Hause? Hunde sind soziale Tiere und sollten nicht den ganzen Tag allein sein. Wenn du im Homeoffice arbeitest, deinen Hund mit ins Büro nehmen kannst oder ihr euch in der Familie abwechselt, sind das ideale Bedingungen.
Kannst du mehrmals täglich rausgehen? Mindestens drei bis vier Gassirunden am Tag sind Pflicht, davon mindestens ein bis zwei ausgedehnte Spaziergänge. In der Stadt gibt es dafür oft Parks, Grünflächen oder Wälder in der Nähe.
Passt die Rasse zur Wohnung? Nicht jeder Hund fühlt sich in der Wohnung gleich wohl. Ruhigere Rassen mit moderatem Bewegungsdrang sind besser geeignet als Arbeitshunde mit ausgeprägtem Jagd- oder Hütetrieb. Überraschend: Die Größe des Hundes ist dabei weniger entscheidend als sein Temperament. Eine Deutsche Dogge kann sich in der Wohnung wohler fühlen als ein kleiner, aber sehr aktiver Jack Russell Terrier.
Übrigens leben in vielen Stadtwohnungen nicht nur Hunde, sondern auch Katzen oder andere Haustiere zusammen. Das kann wunderbar funktionieren, erfordert aber etwas Planung und gegenseitigen Respekt unter den tierischen Mitbewohnern. Wenn du dich für das Thema interessierst, findest du bei Wohn-Bau-Magazin einen hilfreichen Artikel über Hund und Katze im gemeinsamen Haushalt. Wichtig ist in jedem Fall, dass jedes Tier seinen eigenen Rückzugsort hat, gerade wenn der Platz begrenzt ist.
Auch in einer kleinen Wohnung lässt sich mit wenigen Handgriffen ein hundefreundliches Zuhause schaffen:
Fester Ruheplatz: Dein Hund braucht einen eigenen Platz, an dem er ungestört schlafen kann. Ein gemütliches Hundebett in einer ruhigen Ecke, abseits von Durchgangsbereichen, ist ideal.
Sicherheit: Kabel, giftige Zimmerpflanzen und verschluckbare Kleinteile sollten außer Reichweite sein. Gerade in einer kleineren Wohnung kann dein Hund schneller an Dinge gelangen.
Rutschfeste Böden: Glatte Fliesen oder Laminat können für Hunde unangenehm sein. Ein Teppich oder eine rutschfeste Unterlage im Hauptbereich gibt deinem Hund mehr Sicherheit beim Laufen.
In der Stadtwohnung kommt es besonders auf die richtige Beschäftigung an. Dein Hund braucht nicht nur körperliche Auslastung durch Spaziergänge, sondern auch geistige Anregung. Suchspiele, Nasenarbeit oder interaktives Spielzeug halten deinen Hund auch drinnen auf Trab und sorgen für zufriedene Entspannung danach. Besonders robustes Spielzeug, an dem dein Hund kauen und zerren kann, eignet sich gut für die Indoor-Beschäftigung. In unserem Schnüffelfreunde Shop findest du eine Auswahl an Spielzeugen, die dafür genau richtig sind.
Wer in einer Mietwohnung lebt, sollte die Nachbarn im Blick haben. Ein gut erzogener Hund, der im Treppenhaus freundlich bleibt und nicht übermäßig bellt, wird schnell akzeptiert. Prüfe unbedingt vor der Anschaffung deinen Mietvertrag. In vielen Fällen ist Hundehaltung erlaubt, manchmal ist aber eine Genehmigung des Vermieters nötig.
Ein Tipp: Wenn dein Hund ausreichend ausgelastet ist und sich in der Wohnung sicher fühlt, gibt es meist auch keinen Grund für übermäßiges Bellen. Ausreichend Bewegung, eine feste Routine und ein gemütlicher Rückzugsort wirken hier Wunder.
Ein Hund in der Stadtwohnung? Das funktioniert. Und zwar richtig gut, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dein Hund braucht keinen Garten, er braucht dich: deine Zeit, deine Aufmerksamkeit und regelmäßige gemeinsame Aktivitäten. Wenn du bereit bist, deinen Alltag auf einen Vierbeiner einzustellen, steht dem Zusammenleben auch in einer kleinen Wohnung nichts im Weg.
Nimm dir vor der Anschaffung ausreichend Zeit, die passende Rasse zu finden, und sprich bei Unsicherheiten mit erfahrenen Hundehaltern oder einem Tierheim in deiner Nähe. Denn mit der richtigen Vorbereitung wird dein Hund auch auf wenigen Quadratmetern das glücklichste Familienmitglied.
Bildnachweise: Depositphotos.com / chika_milan
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