Die beliebtesten Hunderassen in Deutschland

HunderassenMehr als 300 Hunderassen sind offiziell beim VDH,¬†dem Verband f√ľr das deutsche Hundewesen, registriert. Trotzdem gibt es einige Hunderassen, die weitaus beliebter sind als andere. So ver√§ndert sich die Top 10 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland seit einigen Jahren nur wenig. Aber egal ob Chihuahua, Mops oder Sch√§ferhund, eins sind sie alle: des Deutschen bester Freund!

√úber 9 Millionen Hunde in Deutschland

Über 9 Millionen Hunde leben in den deutschen Haushalten. Diese Zahl steigt seit Jahren kontinuierlich an und ist so hoch wie noch nie. Dieser Wert hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. Obwohl eine so große Vielfalt vorhanden ist, gibt es immer wieder Hunderassen, die besonders beliebt sind. Und tatsächlich bleiben solche Rankings relativ unverändert, jedenfalls in den letzten Jahren.

Große Hunderassen: Bei Familien beliebt

Einen gro√üen, ruhigen und gen√ľgsamen Hund w√ľnscht sich so manche Familie. Daher ist es keine √úberraschung, dass Labrador Retriever und Golden Retriever bei den beliebtesten Hunderassen in Deutschland vorn mit dabei sind. Auch der Deutsche Sch√§ferhund erfreut sich seit Jahren einer gleichbleibenden Beliebtheit, wobei diese Hunderasse f√ľr Familien nicht uneingeschr√§nkt zu empfehlen w√§re. Dennoch: In Familien, besonders mit kleinen Kindern, finden sich h√§ufiger mittelgro√üe bzw. gro√üe Hunde, die hier meist die Rolle des Besch√ľtzers gegen√ľber den Kindern einnehmen. In einem Haus mit Garten hat der Hund jeden Tag etwas zu tun, fungiert nicht selten als lebende Alarmanlage, kann sich aber auch im Garten austoben und findet ebenfalls einen Ruheort zum Entspannen. Border Collies und Australien Shepherds geh√∂ren hingegen zu den Hunderassen, die besonders viel k√∂rperliche und geistige Auslastung ben√∂tigen, was so im Familienalltag meist nicht zu realisieren ist.

Kleine Hunderassen: Die Stadtbegleiter

Ein kleiner Hund bietet viele Vorteile: Er ben√∂tigt nicht viel Platz, die meisten kleineren Hunderassen sind √ľberaus anpassungsf√§hig und niedlich sind sie ohnehin. Daher eignen sie sich h√§ufig f√ľr Personen, die gern einen Hund halten m√∂chten, jedoch nicht jeden Tag weit √ľber 3 bis 4 Stunden Zeit zur Auslastung des Hundes aufbringen k√∂nnen, denn dieses Pensum muss der ein oder andere Halter eines gro√üen Hundes durchaus bew√§ltigen. Kleine Hunde k√∂nnen eben auch in einer kleineren Wohnung gehalten werden. Au√üerdem ist ein kleiner Hund schnell mit ins Restaurant genommen oder h√§lt die Stellung als B√ľrohund. Da sind die Hemmschwellen bei gro√üen Hunderassen meist h√∂her. Kein Wunder also, dass Chihuahuas und Havaneser besonders beliebt bei den Deutschen sind. Kleine Hunderassen mit etwas mehr Power wie die Franz√∂sische Bulldogge oder der Jack Russel Terrier k√∂nnen ebenso gut in kleineren Verh√§ltnissen gehalten werden, hier sollte man nur die k√∂rperliche und geistige Auslastung im Blick behalten, da diese Hunderassen h√§ufig dazu neigen, Bl√∂dsinn zu machen, wenn sie nicht genug ausgelastet wurden.


Der Trend zum Zweithund

Die Haushalte, die mehr als einen Hund halten, sind in den letzten Jahren mehr geworden. Im Jahr 2018 haben fast 1,6 Millionen Haushalte zwei Hunde gehalten. Damit ist dieser Wert seit 2015 um fast 35% gestiegen! Hingegen sind die Zahlen der Haushalte mit einem, mehr als zwei oder keinem Hund relativ konstant geblieben.

Die Top 10 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland

Hier sind nun die Top 10 beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Je nach Statistik verändern sich die Platzierungen etwas, jedoch sind die Hunderassen grundsätzlich dieselben.

Platz 1: Labrador Retriever

Der Labrador ist mit seinem ausgeglichenen, freundlichen Wesen ein idealer Familienhund und ein zuverl√§ssigen Partner bei allerlei Eins√§tzen und Arbeiten. Die gutm√ľtigen Hunde geh√∂ren heute zu den beliebtesten Familienhunden, vielleicht r√ľhrt ihr ruhiges und geduldiges Wesen von ihrer Affinit√§t zur Jagd her. Der angeborene Jagdtrieb sollte mit Dummytraining, Agility und ausgiebigen Spazierg√§ngen, m√∂glichst am Wasser, ausgelebt werden.

Platz 2: Französische Bulldogge

Der kleine Hund mit seinem freundlichen und verspielten Wesen ist ebenfalls ein idealer Familienhund, der sich auch in einer kleineren Wohnung wohlf√ľhlt. Der Besch√ľtzerinstinkt ist gro√ü, doch der Mut zur Verteidigung darf nicht mit Aggressivit√§t verwechselt werden. Fr√ľher Kontakt in einer Welpengruppe und sp√§ter auf der Hundewiese f√∂rdert die Sozialisierung nachhaltig. Der Besitzer sollte auch die sprichw√∂rtliche Dickk√∂pfigkeit seiner Franz√∂sischen Bulldogge bei der Erziehung einkalkulieren. Im Umgang mit Kindern ist er sanft, auch √§ltere Menschen sch√§tzen seine sensible Art. Er braucht viel Zuwendung und ist sehr anh√§nglich.

Das Magazin „Deine Tierwelt“ hat die Franz√∂sische Bulldogge sogar als die beliebteste Hunderasse im Internet vorgestellt. Mit 800.000 Suchanfragen im Monat bei Google liegt die Franz√∂sische Bulldogge deutlich vor der zweitplatzierten Rasse, dem Chihuahua, mit ca. 670.000 Suchanfragen im Monat.

Platz 3: Schäferhund

Mit hoher Intelligenz und vielseitigen F√§higkeiten ausgestattet meistert der Deutsche Sch√§ferhund jede Situation. Gute F√ľhrigkeit sowie hohe Lernf√§higkeit pr√§destinieren ihn auch heute als Diensthund bei der Polizei. Ebenso unverzichtbar ist seine Leistung bei Rettungsdiensten, wenn versch√ľttete Menschen bei Naturkatastrophen oder Ungl√ľcken aufgesp√ľrt werden m√ľssen. Im zivilen Bereich werden Deutsche Sch√§ferhunde zu Blindenf√ľhrhunden und Therapiehunden ausgebildet. Als Wachhund sieht man ihn auf Betriebsgel√§nden und Privatgrundst√ľcken. Dieses hohe Bed√ľrfnis an geistiger und k√∂rperlicher Besch√§ftigung sollten auch Hundehalter erf√ľllen, die so einen Familienhund anschaffen m√∂chten.

Platz 4: Chihuahua

Der Chihuahua ist ein vollwertiger Hund, der gerne l√§uft, Sport betreibt oder ins Wasser geht. Sein Charakter ist sonnig, lebhaft und bei gegebenem Anlass temperamentvoll ‚Äď dieser Hund f√ľhlt sich zu einer Person besonders hingezogen, er verlangt ungeteilte Zuneigung. F√ľr die Wohnungshaltung ist er gut geeignet, der Umgang mit kleinen Kindern ist allerdings kritisch, da diese den kleinen Hund als Spielzeug sehen und ihn zu grob anfassen k√∂nnten, was wiederum eine nicht erw√ľnschte Reaktion des Hundes nach sich ziehen k√∂nnte. Die Vergesellschaftung mit anderen Tieren im Haushalt, auch Katzen, geht bei fr√ľher Gew√∂hnung problemlos vor sich.

Platz 5: Jack Russel Terrier

Der Jack Russell Terrier ist ein wahres Energieb√ľndel. Er ist zwar klein, aber auf keinen Fall ein Hund f√ľr Anf√§nger. Ein ausgepr√§gter Jagdinstinkt, Furchtlosigkeit und Ausdauer sind die wesentlichen Charakterz√ľge dieser Rasse. Als Familienhund kommt er mit gr√∂√üeren Kindern gut aus, doch auf andere Haustiere muss man mit ihm langsam zugehen. Geht man mit Geduld und liebevoller Konsequenz auf das Energieb√ľndel ein, bekommt man daf√ľr einen treuen Kameraden, mit dem man viel Spa√ü hat.

Platz 6: Golden Retriever

Der Golden Retriever ist ein ruhiger und umg√§nglicher Hund, der mit jedem gut auskommt. Sein sonniges Wesen machte diesen urspr√ľnglichen Jagdhund zur inzwischen beliebtesten Rasse als Familienhund. Er versteht sich mit anderen Haustieren und ist besonders sanft im Umgang mit Kindern. Seine freundliche Art ist der Grund f√ľr seine Beliebtheit, als Wachhund ist er daher jedoch ungeeignet. Bevorzugten Einsatz findet diese Rasse als Begleithund f√ľr Behinderte, als Drogensp√ľrhund Rettungshund im Katastropheneinsatz.

Platz 7: Australian Shepherd

Der Australian Shepherd ist ein √ľberaus aktiver, schneller und intelligenter Hund. Zuk√ľnftige Halter sollten sich bereits vor der Anschaffung klar machen, dass ihm Bewachen und H√ľten im Blut liegen. Ist keine Schafherde zur Stelle, wird dieser treue Begleiter mit den charismatischen Augen dank regelm√§√üiger, anspruchsvoller Besch√§ftigung zu einem ausgeglichenen und freundlichen Familienmitglied. Zwischenzeitliche Ruhepausen einzuhalten ist daneben ein wichtiger Punkt im Wochenplan, der auch erst einmal erlernt werden muss. Weniger, aber daf√ľr anspruchsvolle Besch√§ftigung f√∂rdert langfristig Zufriedenheit sowie das harmonische Zusammenleben von Mensch und Hund.

Platz 8: Yorkshire Terrier

Der Yorkshire Terrier ist kein Scho√ühund, sondern ein temperamentvoller J√§ger mit einem gewissen Hang zur Dickk√∂pfigkeit, daher ist von Anfang an eine feinf√ľhlige, aber konsequente Erziehung erforderlich. Sch√ľchtern ist er bei Kontakt mit anderen Hunden nicht. In seiner Familie ist er freundlich und anpassungsf√§hig, Fremden begegnet er mit anf√§nglichem Misstrauen. Mit gr√∂√üeren Kindern kommt er gut aus, jedoch sollten Erwachsene das Zusammensein mit Kleineren zum Schutz beider immer im Auge behalten. Seine t√§glichen Spazierg√§nge liebt er und zeigt Ausdauer beim Laufen. Abwechslungsreiche Sportarten wie Agility oder Obedience lasten den quirligen Yorkie konditionsm√§√üig und mit Kopfarbeit gut aus, sodass er zu einem anh√§nglichen Begleiter mit ausgeglichenem Wesen wird.

Platz 9: Havaneser

Mit seinem sonnigen Wesen bezaubert ein Havaneser fast jeden im Handumdrehen. Seine fr√∂hliche und verschmuste Art bereichert das Leben seiner Halter, ganz gleich, ob er bei alleinstehenden √§lteren Menschen oder bei Familien mit Kindern lebt. Als Wohnungshund ist er ideal geeignet und er kommt ebenso gut mit anderen Haustieren aus. Gro√üe Anh√§nglichkeit seinen Menschen gegen√ľber steht eine anf√§ngliche Scheu gegen√ľber Fremden, die allerdings bald von Neugier und Spieltrieb abgel√∂st wird. Der Havaneser gilt als leicht zu erziehende Hunderasse. Das lange, seidige Haar des Havanesers l√§dt zum Streicheln geradezu ein, doch ein Spielzeug ist er nicht. Dieser kleine Hund besitzt umwerfenden Charme und ein angenehmes Wesen, sodass er unwillk√ľrlich in den Mittelpunkt des Geschehens r√ľckt. Als kameradschaftlicher und folgsamer Familienhund ist er √ľberaus beliebt.

Platz 10: Mops

Der Mops ist ein idealer Wohnungshund, der sich mit anderen Haustieren oder Kindern gut versteht. Er ist sehr anh√§nglich, immer gut gelaunt und kann sich nicht vorstellen, dass ihm jemand etwas B√∂ses tut. Der Mops fordert kein Besch√§ftigungsprogramm, sondern einfach nur Zuwendung. Er liebt Gesellschaft und will immer dabei sein, dabei liegt er gern auf dem Scho√ü oder zumindest ganz nahe bei seinem Menschen, er sucht den K√∂rperkontakt. Seine einzigartige Mimik spricht B√§nde und jede Gem√ľtsbewegung wird noch durch Schnaufen, Grummeln oder grunzende Laute unterstrichen.

 

 

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