Dem Hund das Kommando Nein beibringen: Schnell & einfach

Dem Hund Nein beibringenEines der wohl am meisten benutzten Kommandos im Alltag mit dem Hund ist das Kommando „Nein“. Mit diesem Kommando zeigt man dem Hund, dass sein momentanes Verhalten nicht in Ordnung bzw. nicht erwünscht ist und er es einstellen soll. Es empfiehlt sich, dieses Kommando als aller erstes zu lernen, da man dem Hund so zeigen kann, welches Verhalten nicht ok ist.

Wofür braucht man das Kommando Nein?

Im Prinzip braucht man das Kommando „Nein“ jeden Tag in vielen verschiedenen Situationen. Hunde wissen nicht unbedingt, was gut oder schlecht für sie ist, was sie dürfen und was nicht. Besonders, wenn man einen Welpen Zuhause sitzen hat, muss man diesem erst zeigen, welche Verhaltensweisen in Ordnung sind und welche nicht, man muss ihm erst Grenzen setzen und diese auch immer wieder klar demonstrieren. Dafür ist das Kommando „Nein“ unerlässlich. Man wird sich wundern, was ein Welpe im ersten Lebensjahr alles lernt. Ist das Kommando gut erlernt worden, kann man dem Hund so einfach aber nachdrücklich sagen, dass man etwas nicht möchte. Dieses Kommando wird sehr wichtig werden. Da ist man froh, wenn der Hund es verinnerlicht hat und darauf hört.

Dem Hund Nein beibringen: So geht’s

Dem Hund Nein beibringen ist gar nicht so schwer. Besonders bei jungen Hunden werden die Lernfortschritte schnell zu merken sein. Folgende Schritte sollte man befolgen, um das Kommando schnell und einfach zu lernen:

  1. Jedes Mal, wenn der Hund etwas tut, was er nicht soll, ertönt das Kommando „Nein“. Klar, zu Beginn weiß der Hund nicht, was dieses Kommando bedeuten soll. Daher zeigt man ihm nun, was man von ihm möchte.
    Ein Beispiel:
    Hat der Hund zum Beispiel einen Schuh geklaut und nagt nun an diesem herum, ertönt zunächst ein entschlossenes „Nein“ vom Besitzer. Da der Hund den Schuh nun wahrscheinlich nicht loslassen wird, erfolgt eine Konsequenz für das Nichtbefolgen des Kommandos: Man tickt den Hund an. Am besten auf Schulterhöhe. Hunde kommunizieren auch viel mit ihrer Körpersprache, das nutzen wir hier aus. Diese körperliche Kontaktaufnahme signalisiert dem Hund, dass er sein Verhalten unterbrechen soll. Meist lässt der Hund nun von dem Schuh ab und schaut den Besitzer erwartungsvoll an. Jetzt kann man den Schuh wegnehmen.
  2. Nach jedem „Nein“, was der Hund nicht befolgt, kommt nun diese körperliche Konsequenz, das Anticken.
  3. Wenn dies häufig genug wiederholt wird, wird der Hund irgendwann verstehen, dass er bei einem „Nein“ sein aktuelles Verhalten unterbrechen soll.
  4. Befolgt der Hund das Kommando, wird er natürlich dafür gelobt.
  5. Bereits nach ein paar Tagen, je nach Alter des Hundes dauert es vielleicht auch ein paar Wochen, wird man einen deutlichen Fortschritt erkennen.
  6. Extra Übungseinheiten muss man gar nicht einrichten, da es im Alltag oft genug Situationen gibt, in denen man das Kommando „Nein“ benutzen wird. So lernt der Hund das Kommando ganz nebenbei!

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